Großzügige Geste

Lohkirchen - Die Gemeinde wird ab 1. Oktober auf die Grundgebühr bei der Wasserversorgung verzichten.

Dieser Schritt sei möglich wegen einer "hervorragenden Gebührendeckungsrate" seitens der Gemeinde und einem niedrigen Anteil an Fixkosten, wie der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, Georg Obermaier, in der jüngsten Gemeinderatssitzung feststellte.

Der Beitragssatz und die Verbrauchsgebühr bleiben unverändert.

Bürgermeister Konrad Sedlmeier stellte die Maßnahme allerdings als befristet dar, weil seitens des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Mettenheimer Gruppe geplant sei, den Hochbehälter in Lutzenberg zu erweitern. Die entstehenden Kosten würden dann auch wieder auf die Gemeinde Lohkirchen umgelegt.

Wie bei der Wasserversorgung wurde auch die Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung an die aktuelle Mustersatzung angepasst. Die Abwassergebühren weisen allerdings nur mehr eine geringe Kostendeckung auf, weshalb die Gebühr für die Schmutzwassereinleitung geringfügig auf 1,35 Euro pro m³ angehoben werden soll. Die übrigen Gebührensätze werden nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates belassen .

Für die Kläranlage Brodfurth sei laut Obermaier ein "recht guter Kostendeckungssatz" vorhanden, so dass dort die Beitrags- und Gebührensätze unverändert bestehen bleiben könnten.

Eine Leckage an der stark verrosteten Gussabwasserdruckleitung in der Ortsstraße habe dringendes Handeln seitens des Bürgermeisters erforderlich gemacht.

Die Firma Kroiss aus Roßbach verlegte im Spülbohrverfahren eine neue Druckleitung. Die Start- und Zielgrube wurden in Eigenleistung erstellt, es entstanden allerdings allein für die ausführende Firma Kosten von 6224 Euro. Der Gemeinderat nahm die Durchführung der Arbeiten durch den Bauhof und die Auftragserteilung als Eilgeschäft für die Verlegung des neuen Abwasserrohres zustimmend zur Kenntnis.

Mittlerweile, so fügte Sedlmeier an, sei eine Leitung im Pumpschacht undicht, die provisorisch abgedichtet werden konnte. Dort müsse eine Fachfirma hinzugezogen werden, um den möglichen Sanierungsaufwand zu klären.

Weiter stimmte der Gemeinderat dem Abschluss der Netzanschlussverträge für die Stromversorgung durch die Eon Bayern für die neuen Abwasserpumpstationen in Ehegarten, Habersam und Konrading zu.

Aufgrund der Weigerung eines Grundstückseigentümers, der Verlegung der Abwasserleitung über sein Grundstück in Wotting zuzustimmen, musste eine weitere Querung der Staatsstraße 2091 vorgenommen werden. Der Gemeinderat befürwortete den Abschluss des Straßenbenutzungsvertrages mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Eine über mehrere Tage durchgeführte Geschwindigkeitsmessung am Ahornweg in Wotting hatte ergeben, dass nur vergleichsweise wenige Fahrzeuge Geschwindigkeiten von über 30 km/h erreichten. Deshalb beschloss der Gemeinderat einstimmig, keine Stolperschwellen zur Verkehrsberuhigung anzulegen.

Die Straßenschäden in der Siedlungsstraße werden im Zuge der Asphaltierung der Erschließungsstraßen im Baugebiet Straßfeld ausgebessert, die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 5500 Euro. Im gleichen Zuge soll die Kiesstraße zur Pumpstation in Habersam asphaltiert werden, da nach Angabe des Ingenieurbüros die entstehenden Kosten hier mit 70-prozentiger Bezuschussung bei geschätzten Kosten von 4000 Euro zu rechnen ist. edi

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser