Rückenproblemen und Fettleibigkeit zu Leibe rücken

Neumarkt-St. Veit - Rückenprobleme und Fettleibigkeit beziehungsweise Knie-, Hüft- oder Schulterprobleme sind Volkskrankheiten. Auf Rezept bietet eine neue Abteilung Rehabilitationssport an.

Rückenprobleme und Fettleibigkeit beziehungsweise Knie-, Hüft- oder Schulterprobleme: Von Volkskrankheiten spricht man mittlerweile bei diesen Beschwerden, die durch mangelnde Bewegung hervorgerufen werden. Einen Ausweg bietet nun die Abteilung Rehavital Gesundheitssport e. V., mit Sitz in Neumarkt. Sozusagen auf Rezept bietet diese neue Abteilung Rehabilitationssport an.

Das Prinzip ist einfach: Der Arzt verordnet bei Bedarf Reha-Sport, anschließend wird das entsprechende Formular der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt, der Patient kann daraufhin sofort mit dem Programm beginnen, das die Rehavital Gesundheitssport in den Räumen des Fitnessstudio "Inform" anbietet. Die Kosten für den Patienten: gleich null.

Wohl auch deswegen wird das Angebot gut angenommen, wie Henriette Beck, Abteilungs- und Übungsleiterin in Personalunion, begeistert schildert. So gut, dass sie ab Herbst eine zweite Kraft beschäftigen wird, um den Zulauf zu bewältigen. "Ich teile nicht mehr als zehn Personen zu den jeweiligen Kursen ein", damit stelle sie eine persönlichere Betreuung sicher, verrät sie.

Seit Juli werden bei der Abteilung Gesundheitssport in Neumarkt die Kurse, derzeit zweimal pro Woche, angeboten, die sich nicht nur rehabilitierend mit den Folgen von Fettleibigkeit auseinander setzen. Auch bei Rückenproblemen gibt die Gesundheitsabteilung Hilfestellung, um die Beschwerden nicht nur zu lindern, sondern im besten Fall auch dauerhaft zu beseitigen. "Deswegen sind auch die Rezepte langfristig ausgelegt", erzählt Beck. 50 Übungseinheiten, die innerhalb der darauf folgenden 18 Monate zu nehmen sind, stehen auf dem rosa Formular, das der Arzt im Falle des Falles an die Patienten mitgibt.

Rehasport betrifft aber auch andere Krankheitsfelder. So greift die Abteilung in Neumarkt auch bei Knie-, Hüft- und Schulterproblemen ein, hilft mit speziellen Übungsformen auch Menschen, die an Arthrose, Osteoporose oder Morbus Bechterew leiden. Auch in der Krebsnachsorge wird dem Rehasport eine Bedeutung zuteil beziehungsweise nach dem Einsetzen künstlicher Gelenke, erklärt Henriette Beck.

"Der Bedarf nach solchen Angeboten wird immer mehr, weil auch die Ausprägungen der sogenannten Volkskrankheiten zunehmen", sagt Beck. Auf Bewegungsmangel, Fehlernährung und Fehlhaltung führt sie die Beschwerden zurück, die nicht nur die ältere Generationen beträfen, sondern vermehrt auch junge Menschen, die mitten im Berufsleben stehen.

In Neumarkt-St. Veit hat sich die Gesundheitsabteilung auf die Rückengymnastik spezialisiert. Funktionsgymnastik ist es, die am Boden, auf dem Stuhl oder mit dem Pezzi-Ball durchgeführt werden - und das nicht nur während der Übungsstunden im Fitnessstudio. Dort will Beck ihren Patienten lediglich vormachen, worauf zu achten ist und wie die einzelnen Übungen funktionieren. Ziel sei es, dass die Patienten auch nach dem ärztlich verordneten Besuch der Gesundheitskurse die Übungen zu Hause fortführen und grundsätzlich eine gesündere Lebensweise pflegten. "Die Übungen sind durchweg alltagskompatibel", sagt Beck. Hilfe zur Selbsthilfe, so lautet das Credo des Gesundheitssports.

Wer sich ein Bild von der Abteilung Gesundheitssport machen will, hat dazu am heutigen Samstag Gelegenheit. Im Rahmen des Tags der offenen Tür im Fitnessstudio Inform (14 bis 19 Uhr) steht Henriette Beck für Auskünfte zur Verfügung.

je/Mühldorfer Anzeiger

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