20 Jahre im Zeichen des Rhythmus

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Leiter Hubert Gallenberger stellt als Clown seine Truppe Exodus vor.

Niederbergkirchen - Bis auf den letzten Platz ausverkauft war das Jubiläumskonzert der Rhythmusgruppe „Exodus“.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Mit Gesang für eine bessere Welt

Niederbergkirchen - Zu einem großartigen Erfolg wurden die Konzerte der Rhythmusgruppe Exodus, die diese zu ihrem 20-jährigen Bestehen am vergangenen Freitag und Samstag in der jeweils bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle in Niederbergkirchen darbot.

Minutenlang anhaltender Applaus, verbunden mit stehenden Ovationen: Die Zuschauer und Zuhörer waren begeistert vom Programm der Rhythmusgruppe, die ihre beiden Jubiläumskonzerte unter das Motto "Lebenszeugen - Lebenstüren - damit das Leben weitergeht" gestellt hatte. Unter der Leitung von Hubert Gallenberger, der die Gruppe vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte, hatten die Sängerinnen und Sänger dem begeisterten Publikum ein anspruchsvolles zweieinhalbstündiges Programm geboten. Martina Schrott und Jakob Doll führten als Lektoren, unterstützt von Bildern, in jede der zehn Szenen ein, in die das Programm gegliedert war. Die beeindruckende musikalische und szenische Ausführung lag dann jeweils in Händen der zwölf Sängerinnen und zwei Sänger der Rhythmusgruppe sowie der sieben Musiker, dirigiert von Hubert Gallenberger.

Mit dem einführenden "O Happy Day" dankte das Ensemble musikalisch für die gemeinsam erlebten 20 Jahre, die neben harter wöchentlicher Probenarbeit - insgesamt an die 1000 Proben - viele schöne Erlebnisse bei Auftritten zu kirchlichen Festen, Trauungen oder früheren Konzerten mit sich gebracht haben. Der Chor brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass er so die Chance erhalten hätte, Glauben in Liedern zu bezeugen und aus den Erlösen der Konzerte trotz freien Eintritts stattliche Beträge an die Elterninitiative krebskranker Kinder in München weiterzuleiten. Auch der Erlös der diesjährigen Konzerte kommt wieder dieser Einrichtung zugute. Szene zwei war den Kindern gewidmet - den eigenen der Akteure, die in die Szene mit einbezogen waren und allen Kindern der Welt, was der Chor durch "We are the world - we are the children" musikalisch untermauerte. Die Botschaft des Chores: Kinder sind Schätze, die es zu hegen und pflegen gilt, und nicht Belastung.

In Szene drei dachten die Chormitglieder darüber nach, was Jesus für die Menschen ist. Er will und kann für uns Wegbegleiter und heilender Gott sein und in schwierigen Situationen des Lebens Türen der Hoffnung aufstoßen, damit das Leben weitergeht. Den Kranken war Szene vier gewidmet. Der Chor besang das Lebensrecht, aber auch die Lebensfreude Behinderter und Kranker, was Gesunde oft verwundere. "Wunder geschehen - ich war dabei" war einer der Gesangsbeiträge dazu.

Im Mittelpunkt von Szene fünf stand die Erinnerung an den von den Nazis 1945 in Flossenbürg ermordeten evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der als Lebenszeuge dafür dienen könne, sich selbst treu zu bleiben, sich für Humanität und Fairness einzusetzen und auch in schwierigen Lagen Hoffnung und Optimismus nicht aufzugeben. Bonhoeffers "Von guten Mächten wunderbar geborgen" beendete den ersten Abschnitt des Konzerts. "Liebende" - so das Schlagwort für Szene sechs nach der Pause. Damit Liebe gelingen und zu einem dauerhaften gemeinsamen Weg führen kann, müsse man ihr Zeit geben, so die Botschaft des Chors.

Von Sophie Scholl, die Patronin der Landjugend der Erzdiözese, die 1943 als Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose in München verhaftet und hingerichtet wurde, ließen sich die Musiker in Szene sieben inspirieren. Die Szene forderte dazu auf, nicht gleichgültig wegzuschauen, sondern mutig und klar für die Menschenrechte einzutreten, auch wenn es oft nicht leicht ist. Als weitere Lebenstüre wurden in Szene acht gute Freunde benannt, die jeder brauche und die sich auch im Reich der Toten befinden könnten, was der Chor mit dem Lied "Großvater" eindrucksvoll vermittelte.

Der Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, der seit über 50 Jahren im Exil in Indien lebt und für Frieden und Versöhnung eintritt, prägte die Darbietung in der vorletzten Szene. Mit dem Beatles-Klassiker "Let It Be" Im letzten Abschnitt erläuterte der Chor die Ziele von Exodus, Jesus als Gottesboten in die Welt zu tragen und krebskranken Kindern zu helfen. Lang anhaltender Applaus war an beiden Abenden der verdiente Lohn für die engagierten Akteure.

bic/Mühldorfer Anzeiger 

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