Geh- und Radweg endlich fertig

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Endlich fertig: Dieser Junge konnte es gar nicht mehr erwarten, den frisch asphaltierten Weg zu benutzen (hier bei Lamprechten). Ab Donnerstag ist der Radweg durchgängig befahrbar, am Freitag folgen noch Markierungsarbeiten und die Beschilderung entlang des Weges.

Neumarkt-St. Veit/Schönberg/Lohkirchen – Unzählige Fristen sind für die Fertigstellung des Geh- und Radweges von Furth nach Brodfurth bereits verstrichen. Der 4. August aber sollte endlich eingehalten werden.

Einer sicheren Fahrt auf dem Weg neben der Staatsstraße 2086 zwischen Neumarkt-St. Veit und Lohkirchen steht dann nichts mehr im Wege.

Konrad Sedlmeier überprüft die Bremsen an seinem Fahrrad, Erwin Baumgartner pumpt noch etwas Luft in den Hinterreifen seines Mountainbikes und Alfred Lantenhammer ölt die Kette seines Drahtesels: Die drei Bürgermeister aus Lohkirchen, Neumarkt-St. Veit und Schönberg sind bester Laune. Warum? Endlich ist ihr Gemeinschaftsprojekt fertig, ab Donnerstag wird mit einem Dreivierteljahr Verspätung "fristgerecht" der Geh- und Radweg zwischen Neumarkt-St. Veit und Lohkirchen fertig, der Weg für die Rathauschefs frei für gegenseitige Besuche auf die umweltschonende und gesunde Art. Gestern strahlte Alfred Lantenhammer von der planenden Gemeinde Schönberg jedenfalls über das ganze Gesicht, als es um die Abnahme der 4,3 Kilometer langen Strecke und die Besprechung der letzten Details ging. "So mancher Ärger ist jetzt vergessen, die Firma Lutzenberger hat in letzter Zeit wirklich ordentlich Gas gegeben", kommt dem Rathauschef von Schönberg nun sogar ein Lob über die Lippen und er muss dabei aufpassen, dass er nicht von etlichen Radfahrern über den Haufen gefahren wird. Denn die ersten Radlfahrer nutzen den Weg bereits rege.

Der Stein, der ihm nun vom Herzen falle, sei sehr groß, betont Lantenhammer. Denn von Anfang an hatten Schwierigkeiten die Baustelle begleitet. Eigentlich hätte der Weg bereits Ende November fertig sein sollen. Witterungsbedingte Verzögerungen und auch Baumängel, die zuletzt auch die komplette Erneuerung des bereits asphaltierten Weges zur Folge hatten, prägten das Bauvorhaben. "Die Brückenbauarbeiten in Frosching und Winklmühle waren natürlich auch nicht gerade einfach", sagt Lantenhammer, der besonders froh über das Verständnis der Anwohner ist. Sie hätten immerhin über neun Monate lang den Lärm und die Baustelle vor ihrer Haustüre zu ertragen gehabt.

Restarbeiten an der Überquerungshilfe in Kai. Dort fehlt lediglich noch die Asphaltschicht.

Gestern wurde über die komplette Radstrecke der Feinasphalt aufgebracht, am heutigen Mittwoch sollten noch Restasphaltierungsarbeiten am Übergang bei Kai erfolgen, auch die Geländer an den Brücken werden am heutigen Mittwoch montiert. Die Bagger werden bis spätestens Donnerstag die Bankette planiert haben. "Dann dürfte der Radweg eigentlich schon für den Durchgangsverkehr befahrbar sein", gibt auch Ingenieur Robert Sagstetter vom planenden Ingenieurbüro Behringer endlich grünes Licht für eine sichere Fahrt von Neumarkt-St. Veit bis Lohkirchen. Beschilderung und Markierungsarbeiten sollen bis spätestens Freitag abgeschlossen sein.

Etwa 870.000 Euro sollte der Weg durch die Gemeinden Lohkirchen, Schönberg und Neumarkt-St. Veit laut Auschreibung kosten. 75 Prozent an Zuschüssen seien zu erwarten, sagt Lantenhammer, der hofft, dass die Baumaßnahme eine finanzielle Punktlandung werde. Er sei guter Dinge, dass die ursprünglich nicht eingeplanten restlichen 250 Meter von Grün bis Brodfurth noch im Kostenrahmen untergebracht werden können.

Auch Neumarkt-St. Veits Bürgermeister Erwin Baumgartner zeigte sich gestern erleichtert, dass der Radweg endlich für den Zweiradverkehr freigegeben werden kann. "Gott sei Dank", atmet er auf, spart dabei nicht mit Lob an Georg Obermaier von der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, der trotz aller Schwierigkeiten nie klein beigegeben habe.

Eigentlich alles in allem also ein Grund zum Feiern. Doch Lantenhammer bleibt (noch) zurückhaltend: "Erst wenn alles fertig ist." Die Endabnahme dafür wird er selbst durchführen - wenn die Kette geölt ist und er den Weg einmal abgefahren hat.

je/Neumarkter Anzeiger

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