Funkmast: LTE-Anlage bringt schnelles Internet

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Der Funkmasten bei Ascholzing ist von Weitem sichtbar. Die darauf befindliche LTE-Anlage der Telekom ist jetzt in Betrieb gegangen und soll neben Lohkirchen auch in weiteren zehn Gemeinden schnelles Internet zur Verfügung stellen - zunächst bis zu drei Megabit pro Sekunde.

Neumarkt-St. Veit - Die Telekom nutzt den Funkmasten in Ascholzing jetzt auch für das schnelle Internet über LTE. In einem Radius von zehn Kilometern ist dort schnelles Internet verfügbar.

Der Funkmast bei Ascholzing, östlich von Lohkirchen, ist weithin sichtbar. Einige Telekommunikationsunternehmen versorgen über den Masten schon seit Jahren das Umland mit Mobilfunk.

"Ab sofort können die Bürgerinnen und Bürger in Lohkirchen und in der Umgebung, wie zum Beispiel in Erharting, Mettenheim, Niederbergkirchen, Mühldorf am Inn, Schönberg, Niedertaufkirchen, Neumarkt-St. Veit, Pleiskirchen, Töging am Inn oder Ampfing ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz", vielversprechend klingt die Ankündigung der Deutschen Telekom, was die Bereitstellung von großen Bandbreiten im ländlichen Raum betrifft, dort, wo ein Ausbau mit Glasfaser aus finanziellen oder wirtschaftlichen Gründen bislang gescheitert ist.

LTE nutzt frei gewordene Rundfunkfrequenzen, die seitens der Bundesnetzagentur versteigert hat, um so die Versorgung des ländlichen raumes mit schnellem Internet zu gewährleisten. Die Lizenznehmer, also die Telekommunikationsunternehmen, haben sich mit der Ersteigerung dazu verpflichtet bis Ende 2011 Bandbreiten von mindestens einem Megabit pro Sekunde bereitzustellen.

Immerhin: Im Falle Lohkirchens seien im ersten Ausbauschritt Bandbreiten zwischen zwei bis drei Megabit möglich, erklärt Udo Habers, Pressesprecher bei der Deutschen Telekom. UMTS und LTE würden damit etwa Gleiches leisten. Zunächst noch. Denn bei der LTE-Technologie handelt es sich um eine auf lange Zeit angelegte Technik, die Bandbreiten werden schnell zunehmen, prognostiziert Harbers. Bis zu 50 Megabit pro Sekunde, heißt es in der Medieninformation der Telekom.

LTE in Lohkirchen - muss das überhaupt sein? Es gab Stimmen, die den Ausbau gerade dieses Standortes kritisch hinterfragt hatten. Hintergrund: Lohkirchen wurde erst vor Kurzem mit Glasfaser ausgestattet. Ein großer Teil der Gemeinde verfügt also bereits über schnelles Internet. "Die Technologie wird immer parallel zur Glasfaser bestehen, sie aber nie ersetzen", stellt Harbers dazu klar. LTE vereinfache vor allem die mobile Nutzung des Internets. Bereits Ende dieses Jahres sollen die ersten USB-Sticks mit integriertem LTE-Chip auf den Markt kommen und damit für eine deutliche Erleichterung beim Senden von E-Mails auch mit großen Inhalten via Handy oder Smartphone beziehungsweise über das Notebook erleichtern.

je/Neumarkter Anzeiger

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