Fotovoltaik zurückgestellt

Neumarkt-St. Veit (ma) - Fotovoltaik in Hörbering, Wasser und Kanal im Neumarkter Außenbereich: Diese beiden Themen beschäftigten den Neumarkter Bauausschuss.

Schon zweimal befasste sich der Neumarkter Bau- und Umweltausschuss mit einem Antrag zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage in Imming bei Hörbering. Vor einem Monat bereits hatte der Bauausschuss den Antrag auf Vorbescheid abgelehnt, auch das Landratsamt hatte den Antragstellern erklärt, dass die Bauanfrage keine Aussichten auf Erfolg habe. "Wegen der Dimensionierung der geplanten Anlage ist ein Bauleitplanverfahren notwendig", erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner dem Gremium. Bevor der Ausschuss sich aber zu einer Entscheidung hinreißen lassen wollte, beschloss er eine Ortsbesichtigung vor der nächsten Sitzung, um sich ein Bild vom Standort zu machen, wo die 2,59 Hektar große Fotovoltaikanlage errichtet werden soll. Der Antrag wurde zurückgestellt.

Der Ausbau der Wasserversorgung und der Kanalisation bis 2016 im Außenbereich war ebenfalls Gegenstand der Sitzung. In vorberatender Funktion gab der Ausschuss die Absichtserklärung ab, die Außenbereiche wie folgt zu erschließen: 2012 soll Elsenbach an das gemeindliche Kanalnetz angeschlossen, außerdem die Wasserversorgung von Straß sichergestellt werden.

2013 erfolge laut Planung der Anschluss von Wiesbach und Oberwiesbach an das Kanal- und Wasserversorgungsnetz, außerdem der Leitungsbau nach Oberndorf und Frauenhaselbach (ohne Pumpen)

2014 ist der Anschluss Frauenhaselbachs an Wasser und Kanal geplant, 2015 erhält demnach Oberndorf den Anschluss an das gemeindliche Wasser und an die städtische Kanalisation. 2016 soll der Kanal und das Wasser auch nach Lehmbach kommen, für Groß- und Kleinkirchstetten ist in diesem Jahr lediglich der Wasseranschluss eingeplant.

Von Lehmbach aus soll im Jahr 2017 der Anschluss nach Groß- und Kleingrötzing und Kurthambach erfolgen. Den Abschluss bildet die Anbindung Hofthambachs über Kurthambach im Jahr 2018.

Der Stadtrat müsse sich in seiner Sitzung am Donnerstag nächste Woche festlegen, wie die Erschließung des Außenbereichs zukünftig aussehen soll, erklärte Baumgartner weiter. Hintergrund sei, dass das Landratsamt für die Förderung von Kleinkläranlagen einen genauen Ausbau mit Zeitrahmen bis 2016 benötige. "Das Landratsamt braucht ein Konzept auch deswegen, weil es sonst Bürgern im Außenbereich passieren kann, für die nächsten zehn Jahre eigene Entwässerungslösungen zu errichten", erläuterte Stadtrat Manfred Preitenwieser. Durch die Vorlage eines Konzepts kämen solche Forderungen nicht mehr zum Tragen. Auch das Wasserwirtschaftsamt habe die Vorlage eines Konzeptes gefordert, da es um die Verteilung von Zuwendungen geht.

"Sollte der Bau eines Hochbehälters notwendig werden, verschieben sich die Jahresangaben um ein Jahr", erklärte Baumgartner, der zum Fall Frauenhaselbachs gesondert Stellung bezog. Für diesen Bereich sei das letzte Wort noch nicht gefallen. Vorschläge von Tiefbrunnenbesitzern, die gerne ihre eigene Wasserversorgung beibehalten möchten, könnte der Stadtrat in seiner Entscheidungsfindung noch berücksichtigen. Wie Baumgartner in einem eigenen Punkt noch mitteilte, würden die Anwesen Frauenhaselbach 12 und 12a sowie Altersberg, die Bereiche Bubing und Rotthang nach Absprache mit den Grundstücksbesitzern aus dem gemeindlichen Abwasserkonzept herausgenommen.

Über 4,4 Millionen Euro werde nach den ersten Schätzungen der Ausbau der Wasserversorgung und der Kanalisation im Außenbereich kosten.

je/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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