Express-Baustelle am Bahndamm

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Bagger und Lkws gruben sich ab Freitag in die Erde. Die Unterführung verschwand, ein neuer Durchlass wurde erstellt

Neumarkt-St.Veit - Das Straßenbauamt und die Südostbayernbahn schufen am Wochenende in rekordverdächtiger Zeit die Voraussetzungen für einen neuen Durchlass.

Halbzeit war am Samstagnachmittag. Die Rohre sind verlegt, 7000 Kubikmeter neue Verfüllung werden herbeigeschafft und verdichtet.

Zwei Aufgaben galt es am Bau am Wochenende zu lösen: Einmal musste eine Bahnunterführung des letzten Jahrhunderts abgerissen werden. Zum anderen die Stelle für die Entwässerung tief verrohrt werden, wobei dabei auch Naturschutzmaßnahmen zu berücksichtigen waren.

Anschließend wurde die Stelle mit rund 1000 Kubikmetern Erde verfüllt und verdichtet, damit die Gleisbaufirma die Schienen auf dem Schotter termingerecht wieder verlegen konnte. An fast benachbarter Stelle musste ein 50 Meter langes Bahnstück völlig abgetragen werden. Rund 7000 Kubikmeter Erdreich trug die Baufirma ab, um die Entwässerung zu ermöglichen. Die Projektleitung plante nämlich gleichzeitig Voraussetzungen für die Unterquerung der Bahnlinie an dieser Stelle mit ein, weshalb die Erdbewegung so immens lang ausfallen musste. Beide Diplomingenieure - Marina Schlinsog, die Projektleiterin von der Süostbayernbahn, und Thomas Förg, stellvertretender Bauherr des Staatlichen Bauamts in Landshut - hatten nie Zweifel, dass sie diese Umbauarbeiten, die für den Weiterbau der Umgehungsstraße notwendig waren, rechtzeitig schaffen würden. Die heftigen Niederschläge in den 72 Stunden zwischen Freitag- und Montagnacht ließen die Arbeiten manchmal als Schlammschlacht erscheinen.

Montagmorgen um 5.15 Uhr war die Bahnstrecke dann wieder freigegeben.

Aber die Arbeiter und Maschinen der Firma Mayerhofer und ihres Subunternehmers Mailhammer schafften es unter der Leitung der beiden Ingenieure tatsächlich, in nur 72 Stunden dieses Riesenprojekt zu verwirklichen: 7000 Kubikmeter Erde wurden zuerst von Baggern abgebaut, auf Lastwagen transportiert und dann neues Füllmaterial herangefahren, der Damm neu aufgebaut und verdichtet.

Groß war die Freude, als am Montagmorgen um 5.15 Uhr die Bahnstrecke von Mühldorf nach Neumarkt-St. Veit wieder freigegeben wurde.

Die knapp dreistündige Verspätung war aufgrund der immensen Regenfälle noch voraussehbar und der Bahnverkehr wurde noch so lange mit Bussen ersetzt.

nz/Neumarkter Anzeiger

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