Erfolgreiche Bohrung

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Aufwendiger Aufbau, doch die Probebohrung brachte positive Ergebnisse. Der neue Brunnen könnte bereits ab dem Frühjahr gebaut werden.

Neumarkt St. Veit - Der neue Brunnen im Gemeindegebiet von Neumarkt-St. Veit kann gebaut werden. Bei Probebohrungen landeten die Geologen gleich einen Volltreffer.

Eine ausreichende Fördermenge sei möglich, so die Aussage der Experten, auch die Wasserqualität erfülle alle Ansprüche.

130 Meter tief haben die Geologen in dem Waldstück bei Neumarkt-St. Veit gebohrt, bevor sie schließlich die erfreulichen Messergebnisse der Stadt mitteilen konnten. Eine Fördermenge von 30 Litern pro Sekunde sei beim geplanten Brunnen später möglich, so das Ergebnis der Probebohrung.

Insgesamt 47000 Euro hat die Probebohrung gekostet, die die Grundlage bilden sollte für einen neuen separaten Brunnen, der, falls erforderlich, in Zukunft die öffentliche Wasserversorgung auch alleine sicherstellen soll. "Die Bohrstelle ist ungefähr 500 Meter weit von den bestehenden Brunnen entfernt. Weit genug, um den Brunnen separat zu betreiben", erklärt Diplom-Geologe Gabriel Nemeth, der die Versuchsbohrung begleitet hat. Sollte es in den anderen Brunnen zu Verunreinigungen kommen, sei die Notfallversorgung über diesen zusätzlichen separaten Brunnen also gewährleistet. Diese alternative Versorgung erfordere die neue Trinkwasserverordnung, so Nemeth.

Nicht nur genügend Abstand zu den bestehenden Systemen, auch die spätere Realisierung eines Wasserschutzgebietes habe den Ausschlag für die Standortwahl der Probebohrung in diesem Waldstück gegeben, informiert Nemeth weiter. Über die mögliche Fließrichtung des Wasser hätten die Geologen schon vorher Kenntnis gehabt, deswegen sei das positive Ergebnis der Probebohrung nicht allzu überraschend.

Daumen hoch auch bei der Wasserqualität, die laut Nemeth der von Brunnen vier entspricht. Das Wasser sei "problemlos mit dem Wasser der anderen Brunnen mischbar, auch als Rohwasser", erklärt Nemeth. Eine Aufbereitung des Wassers mittels Belüftung sei dennoch notwendig, da das Wasser zu wenig Sauerstoff enthalte. "Durch die Belüftung flockt Eisen und Mangan aus und ist damit nicht mehr im Leitungssystem drin."

Einer raschen Umsetzung des Brunnenbaus steht also nichts mehr im Wege, bereits im Frühjahr will man zu Werke gehen. Knapp eine halbe Million Euro wird der neue Brunnen nach Aussagen von Natascha Engelmann aus dem Neumarkter-St. Veiter Bauamt kosten.

je/Mühldorfer Anzeiger

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