Einkaufen in lauer Sommernacht

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Neumarkt-St. Veit - Die Einkaufsnacht nutzten viele Neumarkter nicht nur dafür, um durch die Neumarkter Geschäfte zu schlendern, sondern auch, um auf den zahlreichen Terrassen gute Musik zuzuhören.

"Es läuft hervorragend, noch besser als im letzten Jahr", pure Begeisterung bei Andi Stecher, Zweiter Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Neumarkt. Denn viele Kunden waren am Freitag nach Neumarkt gekommen, nutzten einen stressfreien Abend für einen gemütlichen Bummel durch die Geschäfte, profitierten von Sonderaktionen und genossen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Lateinamerikanisches Flair bei Geschenke Pichlmayer, wo es zu kubanischen Klängen Sangria gab, Prosecco und italienische Häppchen bei Eisenwaren Clemente, Flammkuchen beim Elsaßbäcker oder ein süßes Schokoladenfondue bei Elektro Frenzel: Die Geschäftsleute hielten so manche internationale kulinarische überraschung bereit: "Und die Kunden nutzen die Feierabendzeit, um sich eingehend zu informieren und beraten zu lassen. Und das in einer lockeren Atmosphäre", zeigte sich auch Werner Frenzel zufrieden über die Resonanz.

Einkaufsnacht Neumarkt-St. Veit

Davon profitierten auch die zahlreichen Cafés in der Stadt. "Cut the Cake" spielten in der Eisdiele vor einem begeisterten und bald auch tanzwilligen Publikum auf. "Twotimers" nannten sich die Musiker, die beim Vitusstüberl Oldies brillant interpretierten. Wer auf Jazz stand, der nahm gerne den Weg nach Hörbering in Kauf. Walburga Lahme hatte in ihrem verträumten Garten zum Jazzkonzert eingeladen, Urlaubsgefühle bei Mondschein ließen dabei die Jazzlions aufkommen. "Die Musik, die Atmosphäre und ein guter Umsatz", auch Walburga Lahme zeigte sich erfreut über den Erfolg dieser Einkaufsnacht.

Wer schließlich etwas über die Geschäftswelt in Neumarkt anno dazumal erfahren wollte, konnte sich um 22.30 Uhr Nachtwächter Walter Jani anschließen, der bei seinem Rudgang über den Stadtplatz so manche Anekdote bereit hielt.

Allerdings zeigte sich auch, dass die Geschäftswelt in zwei Lager gespalten war. Die einen hätten es gerne gesehen, wenn der Stadtplatz gesperrt gewesen wäre, die anderen meinten, dass gerade das den Anziehungspunkt ausmacht: "Vielleicht bleibt der ein oder andere Durchfahrer doch interessiert stehen und sieht sich um", fand beispielsweise Stefan Liebl von Eisenwaren Clemente.

Ob mit voller Einkaufstasche oder nicht: Die Neumarkter ließen es sich jedenfalls bis weit in die laue Sommernacht gut gehen und beinahe hatte man den Eindruck, als wäre die Nacht ein guter Ersatz für das ausgefallene Stadtplatzfest gewesen.

je/Mühldorfer Anzeiger

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