Die Feuerwehr Egglkofen war am Montag im Einsatz

Das hätte böse enden können: Was beim Notruf extrem wichtig ist

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Landkreise – Dieser Einsatz mehrerer Feuerwehren aus den Landkreisen Landshut und Mühldorf zeigt, wie wichtig eine möglichst präzise Ortsangabe beim Notruf ist.

Am Montagabend: Ein Fahrer eines Mähdreschers sitzt auf seiner Maschine. Das Feld an der Kreisstraße LA 45 zwischen Bonbruck und Michelbach sollte gedroschen werden. Der Fahrer bemerkt Rauch aus dem Bereich des Mähwerks. Er macht das einzig Richtige: Er stellt die Maschine ab und ruft die 112.

Ein Glutnest unter dem Führerhaus

Die Feuerwehren aus Bonbruck, Aich, Vilsbiburg, Bodenkirchen und Egglkofen werden alarmiert. Von einem Entstehungsbrand ist die Rede. „Die eingesetzten Wehren begannen umgehend mit der Brandbekämpfung“, schreibt die Feuerwehr Egglkofen auf ihrer Facebookseite, „und konnten so den Entstehungsbrand eindämmen. Anschließend wurde das Mähwerk abgehängt und der Kanal unter dem Führerhaus komplett ausgeräumt, wobei ein Glutnest zum Vorschein kam.“

Das passiert nach dem Notruf

Harald Lechtershuber, Kreisbrandrat im Landkreis Mühldorf erklärt auf Nachfrage von innsalzach24.de den weiteren Ablauf nach dem eingegangen Notruf vereinfacht so.

  • Es gibt verschiedene Stichworte. Im Fall des Entstehungsbrandes auf einem Feld an der LA 45 lautet es „Einsatzmittelkette“.
  • Mehrere Feuerwehren werden alarmiert. Die Einsatzleitung stellt die Wehr des Ortes, auf dem der Einsatz angefordert wurde.
  • Die Einsatzleitung stellt vor Ort die Situation fest und reagiert entsprechend. Hier: Entstehungsbrand.
  • Die Wehrler handeln entsprechend der jeweiligen Situation vor Ort. Hier: den Entstehungsbrand eindämmen, das Mähwerk abhängen, alles auf Glutnester überprüfen und diese löschen.

Klingt einfach, ist es aber nicht immer

Der Mühldorfer Kreisbrandrat berichtet davon, dass gerade Mähdrescher etwas ungünstig gebaut seien für schnelle Brandbekämpfung, gerade im Bereich des Mähkastens. Zwei bis drei Mal pro Jahr seien Feuerwehren aus dem Landkreis Mühldorf an derartigen Einsätzen beteiligt. Wichtig für die Leitstelle und letztendlich für die Wehren von vor Ort sei in so einem wie freilich auch in anderen Fällen eine möglichst präzise Ortsbeschreibung. Ohne könne es schon mal schwierig werden, gerade in so einem Fall (Mähdrescher auf Feld), so Lechertshuber. Soll heißen: "Je genauer, desto schneller die Feuerwehr."

Die Gefahr eines Flächenbrandes

Lechertshuber erklärt weiter, was passiert, wenn so ein Entstehungsbrand eskaliert und zum Flächenbrand wird. Das Problem an der ganzen Sache ist dann, das nötige Wasser an den Einsatzort zu bringen. An so einem Feld gibt es nämlich für gewöhnlich keinen nahen Hydranten. Feuerwehrfahrzeuge in der Region führen aber nur eine begrenzte Menge Löschwasser mit. In so einem Fall alarmiert die Leitstelle weitere Wehren aus der Umgebung.

Der Einsatz an der LA 45 ist glimpflich verlaufen. "Durch das schnelle Eingreifen der Wehren konnte ein Totalschaden am Mähdrescher sowie am Getreidefeld abgewandt werden."

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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