Wohin mit dem Regenwasser?

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Die Eichenstraße wurde um einige Zentimeter tiefer gelegt. Auf einem Grundstück kann ein Anlieger nun aber seinen Stellplatz nicht mehr nutzen. Wer für die Kosten der Wiederherstellung aufkommt, ist noch nicht geklärt.

Egglkofen - Sintflutartige Regenfälle haben in diesem Sommer einige Male die Eichenstraße in Egglkofen überflutet und dabei einige viele Gärten der Anwohner in Mitleidenschaft gezogen.

Mit der aktuellen Baumaßnahme hat die Gemeinde einen Teil entschärft. Über 40.000 Euro nahm die Gemeinde in die Hand, um die Straße an ihrem tiefsten Punkt abzusenken, damit das Wasser besser abfließen kann. Die Gemeinde habe schnell reagiert und für eine Entschärfung der Situation gesorgt, so Bürgermeister Johann Ziegleder. "Wir tun, was wir können", meint er und spricht von einer grundsätzlichen Fehlplanung dieses Siedlungsbereiches, "Altlasten", die die Gemeindevertretung nun auszubaden hätte.

Wenn er von Fehlplanung spricht, dann meint er unter anderem die Nichtberücksichtigung des Feldes, das sich am oberen Ende der Eichenstraße befindet und worauf Getreidearten - derzeit Mais - angebaut würde. Intensive Nutzpflanzen, die nicht gerade dazu beitragen, dass Regenwasser versickere; dieses fließe stattdessen in Richtung Eichenstraße ab und habe heuer nach sintflutartigen Regenfällen dort die verheerenden Schäden angerichtet. Ein Regenrückhaltebecken zur Regulierung sei nicht umsetzbar, "das müsste schon die Größe eines Sees haben", erklärt Ziegleder.

Also ist man in Verhandlung mit dem Grundstücksbesitzer getreten, habe ihn gebeten, das Feld stillzulegen oder eine Ersatzpflanzung vorgeschlagen, damit das Wasser besser versickern könne. Doch nicht nur damit, auch mit einer Pachtanfrage oder mit Entschädigungszahlungen sei die Gemeinde bislang nicht erhört worden. Entsprechende Auflagen für den Landwirt seitens des Landratsamtes seien jetzt die letzte Hoffnung.

Ein Problem bleibt auch am Ende der Straße bestehen, wo zwar bereits die Absenkung erfolgt ist. "Doch wir können nicht das komplette Wasser einfach so ablaufen lassen", schließlich sei darauf zu achten, dass die Bahnlinie, die unterhalb der Straße kreuzt, nicht überschwemmt werde. Eine Unterführung des Regenwassers unter der Bahn sei ebenso problematisch, weil dahinter der Tegernbach auf einem höherem Niveau vorbeifließe. "Wohin also mit dem Wasser?", fragt Ziegleder, der sich zwar mit den ersten Ausgleichsarbeiten zufrieden zeigt, aber eine langfristige Lösung sucht.

Dabei ist die Gemeinde auch mit Beschwerden von Anwohnern konfrontiert, die aufgrund der Absenkung teilweise nicht mehr ihr Grundstück befahren können. Wer in diesem Punkt die Folgekosten für Schäden aufgrund der nun erfolgten Erschließungsmaßnahme trägt, ist derzeit noch nicht geklärt. je

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