Edmund Stoiber zum Jubiläum

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Der ehemalige CSU-Parteichef und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (Mitte) feierte auf dem politischen Aschermittwoch in Passau sein Comeback. Für ein Erinnerungsbild posiert er mit Umweltminister Dr. Marcel Huber (rechts) und CSU-Ortsvorsitzendem Karl Bischof.

Niedertaufkirchen/Passau - Schon seit 30 Jahren hat der CSU-Ortsverband Niedertaufkirchen jedes Jahr einen festen Termin im Kalender: der politische Aschermittwoch in Passau.

Zum 60. Jahrestag gab es mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber quasi eine Doppelspitze.

Jubel brandet auf, als Horst Seehofer und Edmund Stoiber die Halle betreten. Auch am Tisch der Niedertaufkirchner applaudieren die Mitglieder, klatschen die beiden auf ihrem Weg nach vorne voran und gönnen ihnen ihr minutenlanges Bad in der Menge.

Ganz klar ist für die Anhänger der CSU, wer nach den Landtagswahlen 2013 regieren soll.

Selbst für CSU-Ortsvorsitzenden Karl Bischof ist diese Szene ungewohnt: Quasi eine Doppelspitze beim politischen Aschermittwoch, der amtierende Ministerpräsident mit einem seiner Vorgänger Seite an Seite. Seit 30 Jahren nun schon organisiert Karl Bischof die Fahrten nach Passau, auch dieses Jahr war es wieder ein ganzer Bus, der sich in die Dreiflüssestadt aufmachte. Mit 7000 CSU-Fans hörten sie sich drei Stunden lang die Aschermittwochsreden der CSU an. Die Begeisterung schwappte mehr als einmal über, als Ministerpräsident Horst Seehofer und danach Edmund Stoiber ihre politischen Bekenntnisse sprachen.

Ein ganz besonderes Verhältnis scheint der CSU-Ortsverband zu den beiden Ministerinnen Christine Haderthauer und Ilse Aigner zu haben. Denn vor Beginn der Veranstaltung kommen die beiden kurz an den Tisch für ein kurzes Gespräch vorbei. Für Andy Herzinger springt dabei sogar ein Autogramm von der bayerischen Arbeitsministerin auf seiner altgedienten "Metermaßfahne" heraus.

Parteivorstand und Ministerpräsident Horst Seehofer hatte sich als kommissarischer Bundespräsident mit verbalen Attacken stark zurückgehalten. Er beschränkte sich darauf, die Ergebnisse bayerischer Politik in Wirtschaft, Kultur und Finanzen im Vergleich zu innerdeutschen Bundesländern und in Europa deutlich zu machen. Von Seiten der Niedertaufkirchner gab es zwischendurch immer wieder anerkennde Worte für die Rede des Parteichefs. Dass diese Rede mit minutenlangem Beifall bedacht wurde, überraschte keinen.

Edmund Stoiber hat an Beliebtheit in der Bevölkerung nichts verloren. Auch der Ortsverband aus Niedertaufkirchen bekannte sich als alter Stoiber-Fan. In seiner Rede betonte er die kontinuierliche Arbeit von Alfons Goppel und Franz Josef Strauß, die er jahrzehntelang "sicher im Sinne von Strauß" weitergeführt hatte und bei Seehofer und seinem Kabinett in guten Händen sehe.

Die CSU bleibe der Garant der Erfolgsgeschichte Bayerns. Die CSU stehe als Schützer der Armen, der Arbeitsplätze, der Finanzen und der bayerischen Kultur. Bayerns Fortschritt begründe sich auf Forschung und Bewahrung der Tradition.

nz/Neumarkter Anzeiger

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