Bei DSL Chance vertan?

Neumarkt-St. Veit - Warum es so wichtig ist, dass Neumarkt-St. Veit sich dem digitalen Funksystem für Rettungskräfte anschließt, erklärte jetzt Stadtrat Reinhard Fuchs beim politischen Frühschoppen der CSU.

Reinhard begründete auch ausführlich sein Ja zum vorgesehenen Standort des notwendigen BOS-Standortes.

Die Stadt, so Fuchs weiter, habe bisher viel zu wenig für erneuerbare Energien unternommen und er nannte Beispiele wie Oberhaching und Oberbergkirchen, die sinnvoll Energie erzeugen oder einsparen. Im neuen Flächennutzungsplan seien jedoch nicht einmal mögliche Standorte für eventuelle Solarparks vorgesehen.

"Firmen fragen bei Grundstückskäufen schon eher nach Breitbandanschluss als nach dem Preis", leitete Fuchs seine andauernden Bemühungen um besseren DSL-Anschluss für das Land ein. "Weil die Stadt es ablehnte, beim Kanalausbau zu den Außenbereichen Leerrohre mit zu verlegen, ist diese Chance auch vertan", klagte der Stadtrat. Vielleicht könne man Druck ausüben, wenn alle Landhaushalte den verteilten Fragebogen völlig ausfüllten.

Seine durchaus erfolgreich begonnenen Bemühungen um einen Kindergartenbus nach Neumarkt lasse er momentan ruhen, weil die Kindergartenschwestern fürchten, so noch weniger Kontakt mit den Eltern zu bekommen. Und der sei im Kindergartenalter sehr wichtig.

CSU-Ortsvorsitzender Georg Wimmer berichtete dann aus dem Kreistag und nannte Zahlen aus dem neuen Haushalt. Der Schuldenberg sei gewaltig verringert worden. Jedoch sei der Etat für die Jugend, mit dem viele Pflichtaufgaben zu bestreiten sind, um über eine Million gestiegen und die Bezirksumlage um fast 400.000 Euro. In den kommenden zwei Jahren sei Schuldenabbau wohl nicht möglich, der Zustand der Kreisstraßen könne nur wenig verbessert werden. Weil die Aktion "Lernen vor Ort" gut bezuschusst werde und sinnvoll sei, werde sie beibehalten.

In der Diskussion wurden Klagen über den Schwerverkehr auf Kreisstraßen erörtert. Auf Anfrage erläuterte Stadtrat Max Heimerl die ursprünglich andere Verteilung des Geldes für den Straßenbau auf die Regierungsbezirke. Der Kreis könne derzeit nur die notwendigsten Aufgaben an seinen Straßen erfüllen. Das betreffe auch die Radwege. Zuletzt mussten die Politiker sogar Stellung zur "großen Politik" beziehen, denn auch Themen wie Stuttgart 21 oder Energiebedarf interessierte am Frühschoppen.

nz/Neumarkter Anzeiger

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