Drei Varianten vorgestellt

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Zangberg - Das alte Feuerwehrgerätehaus steht leer. Es war zu klein geworden. Vor allem aber weist es Gebäudeschäden auf, so- dass ein Neubau erforderlich geworden war. Das weitere Schicksal des ehemaligen Gerätehauses ist ungeklärt.

Der Gemeinderat hörte in seiner jüngsten Sitzung einen Sachverständigen über Bauzustand und Sanierungsmöglichkeiten an, traf aber keine Entscheidung. Westlich vor der Mehrzweckhalle und an diese angebaut steht das ehemalige Feuerwehrgerätehaus. Sein Standort liegt genau am Rand zwischen festem und moorigem Untergrund. Die Mehrzweckhalle wurde beim Bau in den 70er-Jahren mit Betonpfählen auf sichere Beine gestellt. Beim Gerätehaus, unter dessen Dach auch die Damentoiletten der Mehrzweckhalle untergebracht sind, ist das unterblieben. Im Laufe der Jahre hat der Untergrund nachgegeben, haben sich Risse an der westseitigen Fassade und vor allem im Inneren, im Übergang zur Mehrzweckhalle gebildet. Ein nachträglicher Sanierungsversuch, bei dem seitlich unter das Gebäude Tragarme aus Beton geschoben worden waren, brachte keinen Erfolg. Aus Sicherheitsgründen musste das Gerätehaus aufgegeben werden. Über seinen Bauzustand und mögliche Sanierungsvarianten hat die Gemeinde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Diplom-Ingenieur Georg Maierhofer hat dieses dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung vorgestellt. Untersucht hat er dabei drei Möglichkeiten. Variante 1 bedeutet den Erhalt und die teilweise Sanierung des Feuerwehrgerätehauses mit Kosten von etwa 75.000 Euro.

Um 5000 Euro billiger wäre Variante 2. Dabei würde das Damen-WC der Mehrzweckhalle erhalten und saniert, die ungenutzten Gebäudeteile aber abgebrochen werden. Nach Variante 3 würde das gesamte Gebäude abgebrochen und das Damen-WC sowie der Technikraum neu gebaut werden. Die Kosten hierfür wurden auf 115000 Euro veranschlagt. Eine vierte Variante, die Verpressung mit Expansionsharz, scheidet wegen der hohen Kosten von 170000 Euro aus. Bürgermeister Franz Märkl hat als weitere Möglichkeit den Bau eines zweiten Geschosses auf dem jetzigen Flachdach angesprochen. Georg Maierhofer sah darin aber kaum eine Kostenersparnis gegenüber Variante 3.

Zweiter Bürgermeister Siegfried Mailhammer schlug vor, auf den Boiler für die Duschen zu verzichten und stattdessen Durchlauferhitzer zu installieren. Eine Entscheidung traf der Gemeinderat vorerst nicht. Der Bürgermeister möchte vor Ort mit dem Sachverständigen prüfen, ob die Unterbringung des WC in einem zusätzlichen Geschoss auf dem Flachdach Sinn macht. Für das Gemeindehaus und die Turnhalle soll ein energetisches Gutachten Sanierungskonzepte zur Energieeinsparung aufzeigen. Der Auftrag wird an Diplom-Ingenieur Thomas Elger vergeben. In der anschließenden Diskussion wurde angeregt, dass auch für die Schule ein Gutachten erstellt werden sollte, da an der Westfassade Handlungsbedarf bestehe. Zum Schluss genehmigte der Gemeinderat einen Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen Rainer, Waldkraiburg über Bestattungsdienstleistungen auf dem gemeindlichen Friedhof in Palm.

berg. gth/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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