St2086: Neue Zustandserfassung gibt lediglich Hoffnung auf Finanzmittel

"Buckelpiste bleibt buckelig"

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Die Staatsstraße 2086 wird auch nach diesem Winter wieder jede Menge an neuen Schlaglöchern zu Tage fördern. Bevor nun der Abschnitt zwischen Ranoldsberg und Oberbergkirchen einer Sanierung unterzogen wird, müssen zunächst die Schlaglöcher gestopft werden, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt in Rosenheim. Insgesamt stehen der Behörde für Staatsstraßen im Landkreis Mühldorf pro Jahr nur etwa 800000 Euro zur Verfügung.

Neumarkt-St. Veit/Oberbergkirchen/Buchbach - Als traumhaft, allerdings im Sinne von Albtraum lässt sich die Staatsstraße von Massing in Richtung Buchbach beschreiben.

Auch die Bezeichnung Buckelpiste fällt im gleichen Atemzug, wenn die Rede von der stark ramponierten Staatsstraße im Norden des Landkreises Mühldorf ist. Denn der Zustand der knapp 30 Kilometer langen Ost-West-Verbindung zwischen den Landkreisen Rottal/Inn und Erding ist in einem desolaten Zustand. Und die Zeichen stehen denkbar ungünstig, dass sich kurzfristig daran etwas ändern wird.

Allenfalls tut sich etwas auf Teilabschnitten, wie Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Rosenheim, zurückhaltend Hoffnung aufkeimen lässt. Gemeint ist damit der knapp fünf Kilometer lange Teilabschnitt zwischen Ranoldsberg und Oberbergkirchen. Denn nach dem Winter 2009/2010 musste dieser Abschnitt zwischen Oberbergkirchen und Ranoldsberg geschwindigkeitsbeschränkt werden. Zu groß waren die Straßenschäden geworden, um ein Fahren schneller als 30 Stundenkilometer noch zu gestatten. Dort sieht Olk also den größten Handlungsbedarf. Und der wird einen Großteil seines Etats verschlingen.

Aber: Laut Olk stünden ihm für Staatsstraßen in vier Landkreisen rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, in den Landkreis Mühldorf würden davon rund 800000 Euro fließen. "Wenn man bedenkt, dass die etwa 5,5 Kilometer von Ranoldsberg nach Oberbergkirchen etwa 500000 Euro kosten werden, bleibt nicht mehr viel Geld übrig", bedauert er.

Und: Diese halbe Million Euro käme laut Olk erst dann zum Einsatz, wenn die Schäden des diesjährigen harten Winters - die Staatsstraße wird wieder mit neuen Schlaglöchern übersät sein - beseitigt sind. "Die Straße war schon vor dem Winter schlecht." Dieser Winter habe Teilen der Strecke den Rest gegeben. Im April kündigt Olk eine erste Zustandsanalyse an.

Immerhin: Vor zwei Jahren bewerkstelligte das Staatliche Bauamt in Rosenheim eine Sanierung auf der Strecke zwischen Buchbach und Ranoldsberg. "Eine vernünftige Deckschicht, ein vernünftiger Unterbau", so Olk. Mehr sei nicht drin, von einem Neubau ganz zu schweigen.

Dabei sieht Olk durchaus die Wichtigkeit dieser Ost-Westverbindung im nördlichen Landkreis. Wichtig sei die Strecke von Neumarkt- St. Veit bis Brodfurth, die rege genutzt werde, um dann Richtung Zangberg und Ampfing abzubiegen. "Gering belastet", so Olk, sei der Abschnitt vom Kreisverkehr in Brodfurth nach Oberbergkirchen. Die Zahl von 500 bis 600 Fahrzeugen auf diesem Abschnitt sei gering im Vergleich zu den 3000 bis 4000 Fahrzeugen, die täglich auf dem Abschnitt zwischen Oberbergkirchen und Buchbach verkehrten. Die Straße zwischen Neumarkt.-St. Veit und Massing befände sich in Relation zum desolaten Zustand der Straße bei Ranoldsberg noch im "grünen Bereich", macht Olk wenig Hoffnung, dass sich an dortiger Stelle bald etwas ändern werde.

Einen kleinen Lichtblick gibt es trotzdem. Im Jahr 2011 wird eine erneute bayernweite Zustandserfassung durchgeführt. Damit könne dann die weitere Verschlechterung des Zustandes objektiv dokumentiert werden. Schön und gut. Doch passieren werde auf diesem Straßenabschnitt erst dann etwas, wenn genügend finanzielle Mittel fließen, gibt Olk zu verstehen.

je/Mühldorfer Anzeiger

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