Bauunternehmer Josef Heiss verstorben

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Ein lebensfroher Mensch. So kannte man Josef Heiss, der nun 71-jährig verstorben ist.

Neumarkt-St. Veit - Lange hatte Josef Heiss bereits gegen eine heimtückische Krankheit angekämpft. Dennoch für viele unerwartet ist der Bauunternehmer aus Neumarkt-St. Veit nun im Alter von 71 Jahren verstorben.

In München kam Josef Heiss am 4. März 1938 als Sohn des Fuhrunternehmerehepaars Josef und Maria Heiß auf die Welt. Mit seiner älteren Schwester Maria ist er in der Landeshauptstadt aufgewachsen. Aufgrund der vielen Bombenangriffe ist die Familie 1944 evakuiert worden und kam nach Neumarkt-St. Veit. Dort besuchte Josef Heiss die Volksschule, nach deren erfolgreichem Abschluss er mit 14 Jahren nach München zu seinem Onkel Martin Heiss ging, in dessem Bauunternehmen er eine Maurerlehre absolvierte. Durch den Wiederaufbau an den zerbombten Häusern hat Josef Heiss schon damals sehr viel Erfahrung im Instandsetzen historischer Gebäude gesammelt.

Unmittelbar nach Ablegung der Gesellenprüfung erfolgte der Besuch der fünfjährigen Meisterschule in der Luisenstraße in München. Als damals Jüngster mit 23 Jahren legte er im Juni 1960 die Meisterprüfung ab. Bereits im August 1961 hat Josef Heiss in Neumarkt-St. Veit ein Baugeschäft eröffnet. Zwei Jahre später, am 1. Juni 1963, führte er Ute Bachmann an den Traualtar. Das Familienglück wurde perfekt durch die Geburt von Sohn Peter (1964) und der beiden Töchter Sonja (1967) und Sabine (1973).

Beruflich hat sich Josef Heiss permanent fortgebildet. Die Restaurator-Prüfung hat er 1988 abgelegt, im September 2001 erhielt er den Goldenen Meisterbrief überreicht. Neben der vielen Arbeit hat Josef Heiss nie das Ehrenamt vergessen. Er war tätig in der Vorstandschaft der Bauinnung Mühldorf-Altötting und zusätzlich über Jahrzehnte hinweg Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Bauinnung Mühldorf/Altötting für das Maurerhandwerk. Als Ausbilder gab er den Maurerlehrlingen gerne seinen breiten Erfahrungsschatz weiter. Viele restaurierte Baudenkmäler tragen seine Handschrift, wie der Pfarrhof in Niederbergkirchen, das Fruhmannhaus in Neumarkt oder der Haberkasten in Mühldorf.

Langjähriges Mitglied war Josef Heiss in zahlreichen örtlichen Vereinen, unter anderem auch bei seinem "Dienstagsstammtisch". Lange Jahre hatte sich Josef Heiss als Zweiter Ortsvorsitzender der CSU Neumarkt auch politisch engagiert. Seine große Leidenschaft ware die Jagd und damit viele Jagdreisen.

Viel Freude hatte er an seinen fünf Enkelkindern, er war glücklich, die Ankunft des fünften Enkelkindes im September dieses Jahres noch miterleben zu können. Stets für alle Anliegen ein offenes Ohr und immer hilfsbereit. Ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Mitarbeitern war ihm wichtig.

Bis zum Ausbruch seiner schweren Krankheit im Sommer 2007 hat Josef Heiss ganztags seinen Sohn in der Firma unterstützt, die er 1994 an ihn übergeben hatte. Im Kreise seiner Familie ist er nun nach langer Krankheit, aber doch sehr plötzlich und unerwartet verstorben. Die Beerdigung findet am heutigen Freitag um 13 Uhr in St. Veit statt. re

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