Baufortschritt „mit Argusaugen verfolgen“

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Außen hui, innen pfui: Noch müssen die Radfahrer die Staatsstraße entlang fahren, wenn sie von Neumarkt (hier Lamprechten) Richtung Brodfurth unterwegs sind. Bis auf Erdarbeiten und die Schaffung einiger Durchlässe ist kein weiterer Baufortschritt ersichtlich. Schönbergs Bürgermeister will die Firma nun mit Nachdruck auf die fristgerechte Umsetzung der Baumaßnahme drängen

Neumarkt-St. Veit - Ende November soll der Geh- und Radweg von Furth nach Brodfurth seiner Bestimmung übergeben werden. Der derzeitige Baufortschritt allerdings lässt Zweifel aufkommen, ob dies tatsächlich der Fall sein wird.

Alfred Lantenhammer, Bürgermeister der planenden Gemeinde Schönberg, sagte gestern, man werde darauf pochen, dass der im Bauvertrag zu gesicherte Fertigstellungstermin eingehalten wird.

Immerhin: Die Baumaschinen waren gestern wieder im Einsatz, machten den Untergrund eben, verluden Humus auf Lastwagen. Doch damit der Fertigstellungstermin Ende November auch tatsächlich eingehalten werden kann, muss die ausführende Firma Lutzenberger nun verstärkt Personal abstellen, fordert Lantenhammer.

"Wir wären schon weiter, wenn zumindest schon aufgekiest worden wäre", bedauert Lantenhammer die schleppenden Arbeiten, die der Gemeinde viel Geld kosten könnten. Denn: Um die vollen 70 Prozent an Zuschuss für die knapp 1,3 Millionen Euro teure Maßnahme abschöpfen zu können, müsste der Radweg eigentlich noch heuer fertig gestellt werden. Gelingt dies nicht und zieht sich die Maßnahme rüber in das nächste Jahr, würden zwar ebenso Zuschüsse fließen - aber erst später. Die am Bau beteiligten Gemeinden Schönberg, Lohkirchen und Neumarkt-St. Veit hätten die in 2011 anfallenden Bauarbeiten vorzufinanzieren. Darlehen müssten dann in Kauf genommen werden, die wiederum mit entsprechenden Zinsen verbunden seien. "Mit Argusaugen werde ich den weiteren Baufortschritt beobachten", versprach der Schönberger Bürgermeister, deshalb.

Er verhehlt nicht, dass bisweilen die Witterung zur Verzögerung beigetragen habe. Auch weil neue Statikberechnungen für die Brücken notwendig geworden waren, hätten sich wohl die Arbeiten etwas hinausgeschoben, so Lantenhammer weiter. Er schließt schließlich auch nicht aus, dass die Baufirma die Baumaßnahme unterschätzt habe, zumal auf der Länge des über 4,3 Kilometer langen Radweges einige Durchlässe geschaffen werden mussten.

Die Firma habe nun den Einsatz zweier weiterer Bautrupps zugesichert. Deswegen sei er guter Hoffnung, dass er heuer noch mit dem Radl auf dem Radweg von Schönberg nach Neumarkt fahren kann. Der Baufirma sei eine Frist gesetzt worden. Werde die nicht eingehalten, drohen Schadenersatzansprüche, so Lantenhammer.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser