Bauantrag für Autohof genehmigt

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Das Gewerbegebiet in Frixing ist derzeit eher noch ein Biotop, gemischt mit einem Maisacker. Das soll sich bald ändern. Den Bauantrag für einen Autohof mit Tankstelle und Entertainmentcenter hat der Gemeinderat nun einstimmig befürwortet.

Erharting - Einstimmig segnete der Erhartinger Gemeinderat den Bauantrag für den Neubau eines Autohofes mit Tankstelle und Entertainment-Center im Gewerbegebiet Frixing ab.

Vorausgegangen war jedoch eine Diskussion, besonders das Entertainmentcenter hinterfragten die Gemeinderäte kritisch.

Bürgermeister Georg Kobler erklärte eingangs, dass es im Bauantrag keinerlei Abweichungen zum Bebauungsplan gebe. Dennoch äußerte sich Gemeinderat Franz Eder kritisch zum geplanten Entertainmentcenter, das auch eine Spielothek benötige. Walter Gruber, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, erklärte hierzu, dass der Betreiber derzeit drei Konzessionen für Spielotheken erhalten habe. Die Konzessionen für den Betrieb von Spielotheken seien auch eine Bedingung zum Bau des Autohofes gewesen. Eine Tankstelle würde sich wohl nicht tragen", so Gruber. Eder fragte trotzdem nach, ob die Gemeinde noch Einfluss nehmen könne. Er befürchte negative Auswirkungen auf die Jugend. Dem entgegnete allerdings Bürgermeister Kobler, dass der Zutritt ohnehin nur für Erwachsene erlaubt sei. Bedenken, dass aufgrund der geplanten 52 Parkplätze für Lastwagen auch die Lärmentwicklung beträchtlich sein könne, zerstreute Bürgermeister Kobler: "Es ist alles genehmigt. Der Bebauungsplan ist durch alle Instanzen gegangen. Daran gibt es nichts mehr zu rütteln." Auch seitens der Emissionen bewege sich alles im Rahmen.

Willi Gründl fragte nach dem Zeitplan, der zur Umsetzung des Bauvorhabens gesetzt ist. "Ich werde mich hüten, dazu etwas zu sagen", hielt sich Gruber über den Realisierungszeitraum bedeckt. Fakt sei, dass das Grundstück bereits bezahlt sei und keine weiteren Kosten auf die Gemeinde zukommen, sagte dazu Bürgermeister Kobler. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat anschließend den Bauantrag.

Positiv beschieden haben die Gemeinderäte auch einstimmig die Bedarfsanerkennung für den Waldorf-Kindergarten an der Oderstraße in Mühldorf. Vorgeschlagen war, dass die Gemeinde drei Regelplätze anerkennen sollte, der Gemeinderat richtete sich jedoch am Ende nach dem tatsächlichen Bedarf, erkannte zwei Plätze an. 13000 Euro ist der Anteil der Gemeinde an den Baukosten. Nebenkosten und Unterhaltskosten werden dann entsprechend der tatsächlichen Belegung durch Erhartinger Kinder abgerechnet, erläuterte Kobler. Er erklärte auch, dass eine Gemeinde dem Bedarf von Waldorf-Pädagogik nachkommen müsse (Kobler: "Der Elternwille zählt."). Entweder man könne in der Gemeinde selbst die dazu passende Alternative anbieten oder beteilige sich an einem ausgelagerten Projekt, wie dies nun in Mühldorf der Fall ist.

Thema der Sitzung war auch die Prüfung der Jahresrechnung von 2010. Demnach schließt der Verwaltungshaushalt mit 1,197 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 1,434 Millionen Euro.

Insgesamt hatte der Haushalt ein Volumen in Höhe von 2,631 Millionen Euro. An Rücklagen verfügte die Gemeinde Ende 2010 in Höhe von 545000 Euro. Der Gemeinderat zeigte sich mit dem Ergebnis der Prüfung einstimmig einverstanden.

je/Neumarkter Anzeiger

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