Die Feiertermine rücken näher

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Es sieht so aus, als wären fast nur noch "kosmetische Arbeiten" bis zur Fertigstellung der Umgehung zu erledigen.

Neumarkt-St. Veit - Der Termin für die Freigabe der Umgehung der Bundesstraße 299 um Neumarkt-St. Veit kommt greifbar näher.

In sechs Wochen soll der Tag sein, auf den vor allem die Anwohner der Altöttinger-, der Birken- und der Bahnhofstraße sehnlichst warten. Alle stellen sich deshalb schon mal auf großes Feiern ein.

Nach Auskunft von Thomas Förg im Staatlichen Straßenbauamt Landshut ist der Termin, 17. Dezember jetzt durchaus einhaltbar. Er schildert die Baugeschichte folgendermaßen: "Die B 299 Ortsumgehung Neumarkt - Sankt Veit war bereits in den 70er Jahren im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen vordringlich enthalten. 1978 wurde ein Raumordnungsverfahren eingeleitet und ein Jahr später zum Abschluss gebracht. Die Linie der Umfahrung wurde im Jahre 1980 bestimmt. Im Jahr darauf wurde der technische Entwurf mit der Kostenberechung vom Straßenbauamt Rosenheim erstellt.

Bei der folgenden Fortschreibung des Bedarfsplans hat das Vorhaben keine vordringliche Einstufung mehr erreichen können. Mit der Wiederaufnahme in den Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans von 1993 konnten die Planungen fortgeführt werden."

Die Wiederaufnahme der Maßnahme in den Vordringlichen Bedarf war zweifelsfrei ein Verdienst des damals neuen UWG Bürgermeisters Erwin Baumgartner und der CSU-Fraktion im Stadtrat, die beide ihre Verbindungen bis in die Regierungskreise hartnäckig knüpften und beharrlich nutzten.

Ziel war es 2006, die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zu beantragen. Schnell wurde aber klar, dass die mittlerweile fast 30 Jahre alte bisherige Planung nicht mehr umsetzbar war. In Anlehnung an diese wurde die Maßnahme daher neu geplant.

Druck machte auch die Bürgerinitiative Umgehungsstraße Neumarkt (BUN), die besonders die lokalen Politiker drängte. Der Einleitung der Planfeststellung erfolgte im Jahr 2006 der Planfeststellungsbeschluss. Die Baugenehmigung wurde im August 2007 erlassen. Dagegen wurde jedoch geklagt, so dass letztendlich erst Ende 2008 vollziehbares Baurecht vorlag. Möglich wurde der sehr kurzfristige Baubeginn im April 2009 durch die Aufnahme in das Konjunkturpaket eins des Bundes.

Wegen Baugrundproblemen konnte die Bahnbrücke nicht wie geplant 2011 fertig gestellt werden, weshalb die Gesamtfertigstellung um ein Jahr bis Ende 2012 nach hinten verschoben wurde.

Derzeit werden an der Bahnbrücke die letzten Arbeiten verrichtet. Die Entwässerungsrohre werden fertig verlegt und die Wiederherstellung der Böschung am Bahnkörper geht gut voran. Das Fertigstellen der Fahrbahn der dann neuen B299 ist also kein Problem mehr.

Wie Edwin Sailer, der Vorsitzende der BUN, bekannt gab, plant er für den unermüdlichen Vorkämpfer für diese Umgehung, für Leo Lang, an der Strecke bei einem Festakt eine Gedenktafel für ihn zu errichten und weihen zu lassen. Leute wie Leo Lang haben ein Leben lang für die Entlastung gekämpft, aber gerade ihm, diesem unentwegten Rufer nach der Umgehungsstraße, ist es nicht mehr vergönnt, diesen Erfolg noch zu erleben.

nz/Neumarkter Anzeiger

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