Bahnhof unter der Lupe

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Neben den Erläuterungen von Natascha Pigac war auch Raum für Fragen, Anregungen und Diskussionen mit dem zumeist fachkundigen Publikum.

Neumarkt-St. Veit - Der Neumarkter Bahnhof hat eine umfangreiche Geschichte. Ein genauerer Blick darauf wurde jetzt bei den sogenannten "Architektouren" geworfen.

Einen Einblick in die umfangreiche Geschichte des Neumarkter Bahnhofsgebäudes mit spezieller Berücksichtigung seiner Baugeschichte erhielten Interessierte am vergangenen Wochenende bei den sogenannten "Architektouren". Natascha Pigac führte kleine Grüppchen durch das Gebäude und gewährte dabei Einblicke in Räumlichkeiten, die dem Veranstaltungsbesucher normalerweise verwehrt bleiben.

Vom Kellergewölbe bis hin zum Dachgeschoss - die Leiterin des Neumarkter Bauamtes schloss alle Türen auf, erklärte die dahinter befindlichen Räume, ihre Nutzung (oder angedachte Nutzung) sowie ihre Baugeschichte.

Die Führung begann mit einem Blick von außen auf den Neumarkter Bahnhof. Mit der Entstehung des Bahnhofsviertels sei Neumarkt damals erstmalig deutlich über seinen eigentlichen Kern hinausgewachsen. Zudem schlage der neoklassizistische Bau, der ganz im Stile seiner Zeit errichtet wurde, noch heute eine Brücke vom Stadtzentrum zu den neueren Wohngebieten.

Natascha Pigac erläuterte die unterschiedlichen Bauabschnitte, die schließlich zur vollständigen Renovierung des Gebäudes führten: In Bauphase eins wurden Dach, Fassade und Fenster erneuert. Dabei wurde darauf geachtet, möglichst viel der alten Bausubstanz zu erhalten. Auch die Fenster erhielten wieder ihr ursprüngliches Grün.

Anhand von Bildern wurde den Besuchern deutlich vor Augen geführt wie sehr sich der Bahnhof auch optisch im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. So wurde beispielsweise das ehemals vorhandene Vordach auf der Bahnsteigseite nicht in die Restaurierungspläne mit aufgenommen.

Auch auf die verschiedenen Nutzungskonzepte ging Natascha Pigac bei ihrer Führung ein. So war eine Zeit lang ein Fitness- und Therapiezentrum im Bahnhof angedacht. Diese Pläne konnten allerdings laut Pigac nicht in die Tat umgesetzt werden und so steht das Gebäude heute als "Kulturbahnhof" den Bürgern offen und wartet mit allerlei Veranstaltungen auf. So hat sich vor allem der große Mehrzweckraum bereits als Ausstellungs- und Messehalle sowie als Musical- und Kabarettbühne bewährt und als discotauglich erwiesen.

Ein entscheidender Vorteil der Raumaufteilung sei, so Pigac, dass man Mehrzweckraum und Warteraum je nach Platzbedarf auch kombinieren könne, wodurch auch größere Veranstaltungen im Bahnhof möglich seien.

Im Westtrakt hat die Musikschule Platz gefunden und sich eingerichtet. Im Ostanbau dagegen dominieren noch leere Räume das Bild. Angedacht sei es, dort im Obergeschoss Vereine unterzubringen, im Erdgeschoss dagegen könnten Ausstellungsflächen für das Stadtarchiv entstehen. Doch eine endgültige, sichere Lösung ist hier noch nicht gefunden.

alx/Neumarkter Anzeiger

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