Bei Heinz Oischinger spielten Bulldogs immer schon eine große Rolle

Mit 185 PS auf die Autobahn

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Heinz Oischinger mit seinem Fastrac, der auch auf die Autobahn darf.

Lohkirchen - Traktoren bestimmten schon immer das Leben von Heinz Oischinger. Schon als Bub durfte er, wenn er mit seinem Vater unterwegs war, einen kleinen Eicher mit 25 PS/Baujahr 1951, lenken.

Als der Traktor dann verkauft wurde, weil er für die Arbeiten in der Landwirtschaft zu klein wurde, gab es viele Tränen bei Heinz Oischinger. Der Vater hatte schließlich so viel Mitleid, dass der Traktor dann wieder zurückgekauft wurde - allerdings um damals 1000 Mark mehr, als für den Preis, zu dem er verkauft worden war.

Mit Traktoren kennt sich Heinz Oischinger aus. Auf seinen landwirtschaftlichen Betrieb gab es dann einen stetigen Wechsel der Arbeitsgeräte, von einem John Deere bis hin zu einem Renault war alles schon vorhanden. Den kleinen Eicher Bulldog gibt es jedoch schon lange nicht mehr. Moderne Fahrzeuge bestimmen nun das Bild des Hofes - wie es der Fastrac JCB ist.

Heinz Oischinger braucht dieses große und 185 PS starke Einsatzgerät vorwiegend für Transportarbeiten im landwirtschaftlichen und kommunalen Lohnunternehmen.

Wie groß dieser Fastrac ist lassen schon die großen Tore erahnen, hinter denen er steht. Beim Anlassen gibt der Traktor einen tiefen fast raubtierartig röhrenden Ton von sich und schon fährt er - bei seiner Größe kaum zu glauben - geschmeidig aus der Halle. Die Kabine hat allerlei Komfort: angefangen von Klimaanlage bis hin zu Telefon und Funkanlage ist alles vorhanden. Die Besonderheit: Der Fastrac hat ABS, extra Reifen für die Straßenzulassung, er ist auf 80 Stundenkilometer zugelassen und darf somit auch als einziger dieser Art auf der Autobahn fahren. "So", schmunzelt sein Besitzer, "habe ich es schon des Öfteren mal mit ein paar Lkws aufgenommen, die meinten, sie könnten mich überholen." Letztendlich hätten diese jedoch doch nur das Auspuffrohr gesehen. Als weitere Besonderheiten des Gefährts nennt Oischinger die Einzelrad-Federung vorne und hinten, während andere Traktoren mit Starrachsen ausgerüstet seien. Auch gehen die Türen nach vorne auf und nicht wie bei anderen Traktoren, nach hinten. So werde vermieden, dass etwa bei Arbeiten auf der Autobahn die Türen von einem Windstoß oder vorbeifahrenden Lastwagen aufgerissen werden.

Obwohl der Fastrac ein Engländer ist, gibt es mit der Ersatzteilelieferung kein Problem, erzählt Oischinger. Im Unterhalt sei er schon etwas teurer als andere Traktoren in der Art, bemerkt seine Frau Claudia.

Von Vorteil sei dann aber, dass Vater Heinrich Oischinger und ein Mechaniker stets um das riesige Gefährt kümmern, um Starallüren erst gar nicht aufkommen zu lassen.

stn/Mühldorfer Anzeiger

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