Alter Vitus wurde Musical-Star

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Neumarkt-St. Veit - Minutenlang klatschte das Publikum stehend Beifall, nachdem der letzte Vorhang des Ministranten-Musicals gezogen war.

Fast zwei Stunden lang hatten sich die Besucher beherrschen müssen, denn trotz der vielen applauswürdigen Soli- oder Gruppengesängen hielt sich die Zuhörerschaft auf Wunsch der Dichterin mit Beifall zurück. Rund 60 Ministranten waren insgesamt beteiligt, um das Erstlingswerk Alexandra Maiers, das Musical "Vitus - ein Leben für die Freiheit", aufzuführen. Zur Uraufführung am Freitag reichten im Herzoglichen Kasten die Stühle und Bänke für die erwartungsfrohen Besucher nicht aus. Leider sind auch für die beiden folgenden Aufführungen keine Plätze mehr frei.

Ministrantenmusical in Neumarkt-St. Veit

Was die Neumarkter Ministranten unter Leitung von Alexandra Maier und Michael Kulhanek in den vergangenen sechs Monaten einstudierten, sprengte alle Erwartungen. Die Liedermacherin Kathi Stimmer aus Aschau war begeistert, auf welche Weise viele ihrer Lieder in dem Werk verwendet wurden, die Helmut Maier mit seinem Chor und den Solisten eindrucksvoll zum Vortrag brachte.

Die jungen Schauspieler überzeugten alle, was auch für das Geschick bei der Rollenbesetzung der beiden Oberministranten spricht. Alle Ministranten, die sich zum Vorsprechen gemeldet hatten, bekamen eine Rolle. Und das Publikum erkannte bei keinem der Kinder eine Fehlbesetzung. Einige der Kinder mussten sowieso Vielfachrollen übernehmen, denn viele Personen hatten im Leben des Vitus große Bedeutung.

Geschickt verstand es die Autorin, in Dialogen oder Lesungen, die Pfarrer Franz Eisenmann vornahm, die Vitusgeschichte voranzutreiben. In Sologesängen, Duetten oder Terzetten, meist gefühlvoll begleitet vom Chor, wurden Aussagen des Stückes in Stimmerliedern, Chorälen oder Gospels bekräftigt. Auch die Zwischenmusik der kleinen Instrumentalgruppe diente dem Verständnis der Vitus-Legende.

In 13 aufeinanderfolgenden Szenen zeigte das Musical das Leben des Vitus. Die geschmackvollen Kostüme und Bühnenbilder halfen sehr, sich in die Zeit des dritten Jahrhunderts zu versetzen. Es wäre vermessen, einen der hervorragenden Jung-Schauspieler hervorzuheben. Auf alle Fälle spielte jedes Kind seine Rolle mit einer natürlichen Offenheit. Auch die Choreographie bei den Gesängen wirkte bei aller Perfektion stets passend und ungekünstelt.

Das Schlusslied "Immer auf Gott zu vertrauen" sang das Publikum leise mit.

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