Aktionsraum als Pilotprojekt

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Beim symbolischen Spatenstich, von links: Georg Otter, Stellvertreter für Mühldorfer Netz, Bauleiter Andreas Krämer Firma Schlosser, Landschaftsarchitekt Harald Niederlöhner, Bürgermeister Michael Hausperger und Landwirtschaftsdirektor Sebastian Wittmoser vom Landwirtschaftsamt Rosenheim.

Oberbergkirchen - Bewegungs- und Spielmöglichkeiten für Jung und Alt: "Aktionsraum" nennt die Gemeinde dieses Projekt, das im Landkreis Mühldorf Pilotcharakter hat.

Bewegungs- und Spielmöglichkeiten für Jung und Alt, und das über ein Wegenetz miteinander verbunden. "Aktionsraum" nennt die Gemeinde Oberbergkirchen dieses Projekt, das im Landkreis Mühldorf Pilotcharakter hat. Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme belohnt der Leader-Aktionsgruppe Mühldorfer Netz mit dem Höchstfördersatz in Höhe von 50000 Euro.

Das Leader-Projekt Aktionsraum Oberbergkirchen ist ein Beispiel für Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit, hieß es beim symbolischen Spatenstich für diese Maßnahme, für deren Planung die Gemeinde die Bürger und die örtlichen Vereine eingebunden und das bestehende Leaderprojekt Tertiärwelt aufgewertet hat. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das sowohl den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen als auch der älteren Generation entspricht. Die Attraktivität des Ortes und der Region wird dadurch gesteigert, so der Tenor der Gemeinde.

Verhandlungsgeschick und großes Engagament haben Bürgermeister Michael Hausperger und Geschäftsstellenleiter Georg Obermaier investiert und das Vorhaben auf den Weg gebracht, das einmalig ist im Landkreis Mühldorf. Mit dem Spatenstich von Georg Otter vom Mühldorfer Netz, Bauleiter Andreas Krämer, Landschaftsarchitekt Harald Niederlöhner, Bürgermeister Michael Hausperger und Landwirtschaftsdirektor Sebastian Wittmoser wurde der symbolische Akt vollzogen.

Mit diesem Projekt setzt die Gemeinde Oberbergkirchen einen weiteren Baustein zur Entwicklung zu einem familienfreundlichen Landkreis. Gleichzeitig entspricht es der Zielsetzung des "seniorenpolitischen Konzepts" im Landkreis nach generationenübergreifenden Angeboten. Wesentliche Kriterien des Leaderprogramms seien damit erfüllt gewesen, als innovative Maßnahmen wurde sie mit Förderhöchstsatz von 50 Prozent an Zuschussmitteln, rund 50000 Euro, bewilligt.

Landwirtschaftsdirektor Sebastian Wittmoser vom Landwirtschaftsamt Rosenheim, das für die Abwicklung des Förderprogramms Leader in Oberbayern-Süd zuständig ist, lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem LAG-Management des Mühldorfer Netzes. "So konnte das Projekt relativ schnell zur Antragsreife gebracht werden." Leader ist ein EU-Programm zur Stärkung des ländlichen Raumes, das auf eine zielgerichtete und innovative regionale Entwicklung auf Bürgerbeteiligung und Vernetzung sowie Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit setzt. Es versteht sich als "Hilfe zur Selbsthilfe".

Von einer sehr guten Sache und ein Konzept für eine bürgerfreundliche Gemeinde sprach Georg Otter, stellvertretend für das Mühldorfer Netz. Es sei ein Begegnungsraum und eine Aktion für alle Einrichtungen und ein Vorzeigeprojekt für andere Gemeinden.

Einen Einblick in die Baumaßnahme gab Landschaftsarchitekt Harald Niederlöhner aus Wasserburg. Mit dem Projekt verbindet die Gemeinde ein beispielhaftes Konzept, das Aktions- und Spielmöglichkeiten wieder flächig ins Dorf zurückführt. Kern des Projektes sind sechs konzeptionelle aufeinander abgestimmte Stationen, die angepasst an die jeweiligen örtlichen Situationen verschiedene Aktionen, Bewegungs- und Spielmöglichkeit bieten. Die Plätze sind über ein Wegenetz miteinander verbunden und beschildert.

Mit der Einrichtung des "Aktionsraums Dorf", sagte Bürgermeister Hausperger, "möchte die Gemeinde einen hochwertigen Beitrag zur Entwicklung leisten". Die Idee, das gesamte Dorf als Aktions-, Bewegungs- und Spielraum zu nutzen, sei zum Wettbewerb "familienfreundliche Gemeinde" entstanden. Erfreut zeigte sich Hausperger, weil es darüber hinaus mit den Anliegern keine Probleme und Einwände gab.

fma/Neumarkter Anzeiger

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