Zusammenarbeit bei Klimaschutzfahrplan

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Der Klimaschutzfahrplan für den Landkreis Mühldorf wird derzeit vorbereitet. Von links: Professor Dr. Wolfgang Seiler, Ralf Stappen, Landrat Georg Huber und Geschäftsbereichsleiter Herbert Hoch.

Mühldorf - Der Landkreis Mühldorf wird mit der Stadt Waldkraiburg und den Gemeinden Haag, Buchbach und Schwindegg einen Klimaschutzfahrplan erstellen.

Das Bundesumweltministerium in Berlin unterstützt den Landkreis bei diesem Vorhaben.

Steigende Energiepreise und die beginnenden Klimaveränderungen sind Themen, die die Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen beschäftigen. Im Landkreis Mühldorf soll der Klimaschutz und die Energiewende vorangetrieben werden. "Wir müssen die Bevölkerung für diese Themen sensibilisieren und die Energiewende und den Klimaschutz in der öffentlichen Diskussion fest verankern", erklärte Landrat Georg Huber.

Zurzeit wird mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums ein Klimaschutzfahrplan für den Landkreis Mühldorf, die Stadt Waldkraiburg und den Gemeinden Haag, Buchbach und Schwindegg erstellt. Diese fünf Partner haben sich zu diesem Pilotprojekt zusammengeschlossen. Das Ziel ist die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes. "Eine wichtige Rolle dabei tragen die Unternehmen, die Bürger des Landkreises und die politischen Entscheidungsträger", betonte der Landrat.

Konkret wurden in den letzten Wochen und Monaten auf den Liegenschaften des Landkreises und der vier Pilotkommunen rund 50 Fotovoltaikanlagen errichtet. "Wenn wir die Energiewende und den Klimaschutz realisieren wollen, dann müssen wir weg von den fossilen Brennstoffen und hin zu einer Energieversorgung, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auch bezahlbar für den Bürger ist", erklärte der Landrat.

Der Landkreis führt in der Zeit von 14. bis 28. September eine Bürgerbefragung über die Klimapolitik durch. Die Fragebögen werden vom 19. September bis 12. Oktober ausgewertet und sollen mit Grundlage für die vier Auftaktveranstaltungen in den Kommunen Waldkraiburg, Haag, Buchbach und Schwindegg sein. Diese Veranstaltungen, die Professor Dr. Wolfgang Seiler und Ralf Stappen von der SP-Group Beratungsagentur bestreiten werden, sollen den Bürgern Wege aufzeigen, wie in den einzelnen Kommunen der Klimaschutz und die Energiewende umgesetzt werden können. Diese Veranstaltungen sollen im Oktober und November durchgeführt werden.

Bis zum 30. November soll die CO2-Bilanzierung für den Landkreis fertiggestellt und durch die Auswertung der Fragebögen ergänzt werden. Im April nächsten Jahres ist ein großer Klimaschutztag geplant.

"Ich bin mir sicher, dass in Zukunft die Energiepreise steigen werden. Wir müssen sehen, dass wir im Landkreis weiter zu bezahlbaren Preisen Energie erhalten. Es kann nur ein Mix aus allen regenerativen Energiearten sein, der die Versorgung unserer Bevölkerung sicherstellen wird. Ich hoffe, dass sich viele Bürger im Landkreis an dieser Diskussion und an der Umsetzung der Ziele des Klimaschutzplans aktiv beteiligen werden", stellte Huber heraus.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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