Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zugqualität in der Region

„Aufgrund des 9 Euro-Tickets objektives Ranking kaum möglich!“

Züge der Südostbayernbahn und der Bayerischen Oberlandbahn.
+
Züge der Südostbayernbahn und der Bayerischen Oberlandbahn.

Jedes Halbjahr veröffentlicht die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) ihre Rankings der Zugqualität im Freistaat. Für 2022 war das eigentlich schon geschehen, doch nun kam als Besonderheit das 9 Euro-Ticket und eine damit einhergehend größere Auslastung dazu. Wie hat sich das ausgewirkt?

Update, 30. August: Stellungnahme der Deutschen Bahn

„Wir bedauern, dass wir nicht unseren gewohnten Standard gewährleisten konnten. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unseren Reisenden eine hohe Qualität in allen Bereichen anzubieten“, erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn knapp in einer zwischenzeitlich bei unserer Redaktion eingegangenen Stellungnahme.

Der Artikel vom 28. August:

Mühldorf am Inn/Rosenheim - „Generell ist seit der Einführung des 9-Euro-Tickets bei mehr als zwei Drittel aller bayerischen Netze eine leichte Verschlechterung infolge einer erhöhten Beanspruchung der Fahrzeuge durch Mehrleistungen und erhöhte Fahrgastzahlen zu beobachten“, so Jessica Vanessa Olbrich, Stellvertretende Pressesprecherin  der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) gegenüber unserer Redaktion. Annette Luckner, Pressereferentin der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (BRB), die unter anderem den Meridian betreut betont: „Aufgrund der Besonderheit des 9-Euro-Tickets ist in diesem Jahr ein objektives Ranking kaum möglich, deshalb äußern wir uns nicht dazu.“

Das Ergebnis des BEG-Jahresrankings für die Bahnbetreiber in der Region fiel Anfang dieses Jahres, wie schon 2021, ernüchternd aus. Damals bescheinigte die Eisenbahngesellschaft der Servicequalität der Netze in Rosenheim, Mühldorf und Traunstein zwar den Mindestanforderungen zu genügen. Aber gegenüber anderen Linien wurde Nachholbedarf bescheinigt. In diesem Jahr erfüllten in der Rangliste der 31 bewerteten Bahnnetze, unter anderem, die beiden Linien aus den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein zwar den erforderlichen Mindeststandard. Doch dadurch, dass sich viele Betreiber im vergangenen Jahr deutlich verbesserten, bleibt der Schienenverkehr in der Region im hinteren Mittelfeld zurück.

Der aktuelle Stand der Dinge bei den Bahn-Verkehrsnetzen der Region

Hinweis der BEG: „Es handelt sich hierbei um vorläufige Werte, die sich im weiteren Jahresverlauf aller Voraussicht nach noch verändern werden.“

Punkte Stand August/22Platzierung Punkte Stand 12/2021Platzierung
Bayern gesamt (31 Netze)46,8-53,49-
Chiemgau-Berchtesgaden58,411BetreiberwechselBetreiberwechsel
Chiemgau-Inntal51,51549,9916
Linienstern Mühldorf42,51749,3119

Was hat sich unterdessen insgesamt seit Ende 2021 getan? Bayernweit ist die Bewertung von 46,8 auf 53,49 gestiegen. Spitzenreiter in der Region ist das Verkehrsnetz Chiemgau-Berchtesgaden, betrieben von der BRB mit einer Wertung von 58,4 und Platz 11 von 31 bayernweit. Im Vorjahr fand dort ein Betreiberwechsel statt. Dem folgt das Netz Chiemgau-Inntal, ebenfalls unter Regie der BRB, das sich leicht von 49,99 auf 51,5 beziehungsweise von Platz 16 auf 15 verbessern konnte. Zuletzt, unter den drei regionalen Netzen, rangiert der Linienstern Mühldorf mit einer Wertung von 42,5 beziehungsweise Platz 17.

„Im Netz Linienstern Mühldorf wurden insbesondere die optische Haltestelleninformation sowie fehlende Stationsansagen bemängelt. Auch nicht durchgeführte Fahrscheinkontrollen wirkten sich negativ auf die Gesamtbewertung aus. Im Netz Chiemgau-Inntal sorgten unter anderem nicht verfügbare WCs, Kratzer an den Trennscheiben sowie Beanstandungen bei der Kundenorientierung bei Beschwerden für einen Punkteabzug“, berichtet BEG-Pressesprecherin Vanessa Olbrich weiter. „Dabei ist zu betonen, dass trotz dieser Herausforderungen alle bayerischen Netze im Bonus-Bereich liegen und somit die hohen Anforderungen der BEG zur Servicequalität im bayerischen Regionalverkehr übertreffen.“

hs

Kommentare