Zufrieden, sogar euphorisch

+
Die neuen Biergärten sind eine starke Bereicherung des Volksfestes. Fotos

Mühldorf - Drei Tage nasses und kaltes Wetter, weniger Gäste, Zelte die sich früh leeren - und trotzdem herrscht am Ende des Volksfests große Zufriedenheit, bei einigen sogar Euphorie. **www.muehldorfer-volksfest.de**

Viele teilten die Sorgen, die Weißbräu Wolfgang Unertl formuliert: Wie entwickelt sich das Volkfest nach dem Superjahr 2009? Wenige Stunden vor dem großen Feuerwerk ist die Anwort eindeutig: Es war ein schönes und sehr gut besuchtes Volksfest. "Rundrum zufrieden", ist Weinzeltwirt Holger Nagl, auch Wolfgang Unertl hat seine Skepsis abgelehnt: "Wir dürfen nicht das vergangen Jahr als Maßstab nehmen, das war nicht zu toppen." Trotzdem sei er hoch zufrieden.

Zwei Wirte sind gar euphorisch: Manfred Werner freut sich: "Es war super, besser als im vergangenen Jahr." Und Werner Münzlochner von der neuen Sternenalm jubelt: "Wir danken den Mühldorfern, dass sie uns sehr, sehr gut angeommen haben." An fünf Tagen sei die Alm geschlossen worden, weil sie voll war.

Das Spatenzelt profitierte von der Erweiterung und den neuen Biergärten, die zahlreiche Plätze geschaffen haben. Am Samstag, so Werner, sei das Zelt ausgebucht gewesen.

Als Grund für den Erfolg sieht Unertl die hohe Qualität des Festes: "Wir sind weit über die Region hinaus bekannt geworden." Heuer seien Gäste zum Beispiel aus Österreich gekommen, die früher nicht da waren. Dabei habe sich der neu gestaltete Bereich zwischen Sternenalm und den Gärten der Bierzelte zu einem "Dreieck der Attraktivität entwickelt."

Bürgermeister Günther Knoblauch sieht durch das Volksfest 2010 die Arbeit der letzten Jahre bestätigt. "Wir haben eine Ebene und eine Qualität erreicht, die auf hohen Zuspruch aus der Bevölkerung trifft." Auch er sieht wie Weißbräu Untertl den Einzugsbereich des Festes deutlicht erweitert. Zum erfolgreichen Fest trug laut Polizei auch das Sicherheitskonzept der Stadt und die Zusammenarbeit von Sicherheitsdiensten und Polizei bei.

Hat sich schnell ein Stammpublikum erworben: Die Sternenalm.

Kritik gab es von Besuchern an den Türstehern der Sternenalm, denen in einigen Fällen mangelndes Fingerspitzengefühl und übermäßige Härte vorgehalten wurden. Almwirt Münzlochner hält das Vorgehen seiner Leute, mit denen das Sternenzeltteam schon lange zusammenarbeitet, für angemessen. "Die treten konsequent auf", sagt er. Dazu gehöre auch Durchsetzungvermögen gegenüber Betrunkenen oder Gästen, die trotz Einlassstopps unbedingt in die Alm wollten.

Auch bei den meisten Schaustellern herrscht Zufriedenheit. Trotz der Regentage war der Autoscooter, der Firma Malick, immer gut besucht. Außer dienstags da sei es ruhiger gewesen, einen Grund dafür kennen die Mitarbeiter nicht - vielleicht war es ja doch das schlechte Wetter. Insgesamt aber sei es so gut wie im vergangenen Jahr gelaufen.

Auch Rudolf Stey vom Schiessstand ist zufrieden. Seit 30 Jahren ist er in Mühldorf, denn "hier läuft's eigentlich immer".

Ganz anders sieht das Maria Hohmann vom "Rund um den Tegernsee": "Das Wetter hat nicht richtig mitgemacht, die Besucher sind erst spät gekommen." Vor vier Jahren, erzählt sie, sei sie schon einmal in Mühldorf gewesen: "Da war es nach meiner Erinnerung eindeutig besser."

Das sieht Johann Agtsch vom Freestyle anders. Auch er war vor ein paar Jahren schonmal in Mühldorf, dieses Mal ist er voll und ganz zufrieden. Für ihn hat "das Wetter einigermaßen gepasst" zieht er eine positive Endbilanz.

Gestern gingen die Volksfesttage mit dem Feuerwerk und einem Dankeschönabend an die Nachbarn im Weinzelt zu Ende, zu denen es seit Jahren ein gutes Verhältnis gebe, betont Weinzeltwirt Nagl. Und für den Terminkalender: Das nächste Volksfest beginnt am Samstag, 27. August 2011, mit dem Auszug.

hon/meg/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser