"Relli" neuer Fleckviehchampion

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Siegerehrung: Fleckviehzüchter Matthias Meindl (links), Landrat Georg Huber (Mitte) und "Relli".

Mühldorf - Der Zuchtverband für Fleckvieh Mühldorf feierte sein 105-jähriges Bestehen mit einer unterhaltsamen und zugleich spannenden Tierschau.

Nach einem strengen Vorauswahlverfahren qualifizierten sich die dreizehn besten Mühldorfer Kühe für den Landkreiswettbewerb. Preisrichter Christian Straif, Geschäftsführer des Tiroler Rinderzuchtverbandes, wählte mit präzisem Züchterblick und einer kla-ren Argumentation die drei Mühldorfer Fleckviehköniginnen. Auf Platz drei landete "Steppe" von Georg Fürstenberger aus Lanzing, Taufkirchen, Zweiter wurde "Föhre" von Johann Obergaulinger, Neumarkt-St. Veit. Sieger wurde "Relli" von Matthias Meindl, Hartberg, Oberneukirchen.

Der Preisrichter betonte besonders die genetische Klasse und überragende Qualität der Mühldorfer Kühe. Landrat Georg Huber ehrte die Züchter der Siegertiere mit Kuhglocken und gratulierte allen Ausstellern zu ihren großartigen Leistungen.

Neben Fleckviehkühen wurde dem Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Versteigerungshalle auch Unterhaltung geboten. Der Jungzüchterclub Mühldorf unter der Leitung von Maria Wimmer aus Babensham und Christa Rappensperger aus Erharting baute einen Hürdenlauf für den Bambini-Cup auf. Fünfundzwanzig Kinder zwischen fünf und elf Jahren aus den Züchterfamilien meldeten sich und ihr Kalb für den Kälberwettlauf an. Die herausgeputzten, geschmückten Kälber wurden von den jungen zukünftigen Züchtern gekonnt durch den Schauring geführt. Und so geriet das Züchterjubiläum des Verbandes zum Fest der Familien und Generationen.

Anschließend wurde - in drei Altersklassen eingeteilt - die beste Kuh über alle Land-kreise, also die Verbandschausiegerin, bestimmt. Zur Schausiegerkuh wurde vom Zuchtbetrieb Meindl, Oberneukirchen, die Randytochter "Relli" gekürt. Der Bayerische Staatssekretär für Unterricht und Kultus, Dr. Marcel Huber, überreichte an Züchter Matthias Meindl die Staatliche Züchtermedaille in Bronze.

Als in der Dämmerung die letzte Preisrichterentscheidung gefallen war, stürmten knapp 2000 Besucher in die vorbereitete Festhalle am Schaugelände. Die Jungzüchterbar lichtete sich erst zum frühen Morgen. In vielen Gesprächen und Anmerkungen erhielten die Altöttinger Züchter und die Organisatoren des Rinderzuchtevents sehr viel Lob und Anerkennung. Vor allem die Tatsache, dass erstmals eine Fleckviehschau mit Unterhaltungselementen in den Abend gelegt wurde, fand breite Unterstützung.

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