Das Ziel heißt weiter 2018

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Während oben der Verkehr läuft, wühlen sich Baumaschinen durch die Erde, um die Einhausung bei Ampfing fertigzu stellen

Mühldorf - In 21 Tagen beginnen die Gerichtsverhandlungen um den Weiterbau der A 94 Richtung München. Trotzdem hält Autobahnplaner Christian Rehm die Fertigstellung bis München im Jahr 2018 für möglich.

Der westliche Abschnitt bei Forstinning ist im Bau, über den Teil bis Dorfen entscheidet voraussichtlich noch heuer der Bayerische Verwaltungsgerichtshof; für den letzten Abschnitt bis Heldenstein sind die Pläne noch nicht fertig. Trotzdem hält Autobahnplaner Christian Rehm die Fertigstellung bis München imJahr 2018 für möglich.

Zwei Fragen entscheiden darüber: Wie schnell die Verfahren abgeschlossen sein werden und ob die Bundesregierung genügend Geld zur Verfügung stellen kann. Denn technisch, betont Rehm, ist eine Bauzeit von je vier Jahren für die beiden verbleibenden Abschnitte zwischen Pastetten und Dorfen und zwischen Dorfen und Heldenstein kein Problem: "Das ist nicht unrealistisch, auch wenn die Gegner das immer behaupten."

Trotzdem ist der Zeitrahmen knapp. Selbst wenn der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und das Bundesverwaltungsgericht bis Ende 2011 die Pläne für rechtens erklären, kann der Weiterbau bei Pastetten mit Ausnahme von Vorbereitungsarbeiten nicht vor 2013 beginnen. Ein Jahr braucht die Autobahndirektion für die Vorbereitung der Ausschreibung, ein Jahr dauert die Vergabe.

Für den zweiten Teil vonDorfen bis Heldenstein ist noch nicht einmal das Planfeststellungsverfahren angelaufen. Zum Jahreswechsel wird es die Autobahndirektion laut Rehm bei der Regierung von Oberbayern beantragen, das Verfahren bis zum Planfeststellungsbeschluss dauert ein gutes Jahr.

Danach, schätzt Rehm, kann die Autobahndirektion direkt mit der Bauvorbereitung und dem Bau beginnen. Denn im Unterschied zu den beiden westlichen Abschnitten werde seine Behörde das zu erwartende Gerichtsverfahren nicht abwarten. "Wenn die Gerichte den Abschnitt bis Dorfen genehmigen, ist ein Abweichen von der Trasse unrealistisch und der Weiterbau deshalb im Sofortvollzug möglich", sagt Rehm.

Aus ökologischer Sicht sind die beiden Abschnitte westlich und östlich von Dorfen ähnlich zu bewerten. Für beide müsse eine FFH-Verträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Während westlich von Dorfen Auwälder und Bachbewohner zu berücksichtigen sind, leben östlich Fledermäuse im Kirchturm von Schwindkirchen, deren Bestand durch die Autobahn gefährdet seinkönnte.

Ob die Autobahndirektion bei ihren Planungen und die Regierung bei ihrem Planfeststellungsbeschluss den ökologischen Anliegen ausreichend Rechnung getragen haben, entscheiden bayerische und deutsche Gerichte. Autobahnbefürworter gehen davon aus, dass die Grundentscheidung zugunsten der Trasse Dorfen bereits zwischen Forstinning und Pastetten gefallen ist. Bleiben die Gerichte bei ihrer Einschätzung könnte die A94 Richtung München bis 2018 befahrbar sein.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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