Volkshochschule legt Sommerprogramm vor - Trotz Nachfrage keine esoterischen Angebote - Fürmetz geht

Zeitgemäße Lernformen anbieten

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Auch heuer holt die Volkshochschule wieder einen Abenteurer in den Stadtsaal: Stefan Glowacz berichtet im Februar über seine Expeditionen und Kletterpartien.

Mühldorf - Das neue Programm der Volkshochschule Mühldorf steht in der Spannung traditioneller Angebote und der Anpassung an Erfordernisse der Gegenwart.

So umschreiben die beiden VHS-Geschäftsführer Karl Weber und Jens Droppelmann das Angebot für das Frühjahr 2013. "Wir sind zukunftsfähig, aber wir müssen uns weiter verändern", sagt Weber. Das betrifft nicht nur die Angebote sondern auch die Lernformen.

Das betrifft zum Beispiel das Erlernen von Sprachen. Bei einigen Angeboten gibt es eine Mischung Online-Lernen zu Hause und Unterricht in der VHS. Die Kunden, sagt Weber, erwarten heute beides: Das bequeme Lernen zu Hause und den Austausch mit anderen in der Gruppe.

669 Angebote umfasst das aktuelle Programm, der Schwerpunkt ist: Gesundheitsbildung. Besondere Bedeutung gewinnt dabei der Bereich Reha-Sport, den die VHS im vergangenen Jahr um die Lungensportgruppe erweitert hat.

Einen Themenbereich wollen Weber und Droppelmann dagegen auch in Zukunft ausschließen, betont Weber: "Esoterik hat nichts im Programm einer VHS zu suchen." Dabei seien Nachfrage und Angebot durchaus vorhanden, der Bereich Sinnsuche werde bedeutender. "Es ist aber sehr schwierig zu erkennen, ob ein Angebot seriös ist." Deshalb ist die VHS im Zweifelsfall eher streng in der Auswahl.

"Wir sehen uns als Bildungseinrichtung, obwohl die Grenzen zur Lebenshilfe nicht in allen Bereich klar sind", sagt Droppelmamn. "Deshalb sind wir relativ restriktiv." Weber nennt als Beispiel Angebote der sogenannten Familienaufstellung, einem psychologischen Angebot zur Bewältigung von Kindheitserfahrungen. "Dabei können Dinge aufgerissen werden und danach lässt man die Leute damit allein." Auf Engelkunde, unspezifisches Coaching und psychologische Kurse will die VHS deshalb auch in den nächsten Jahren verzichten, einen Kurs zum "Psychologischen Berater" gibt es allerdings im Programm.

Eine leichte Zunahme verzeichnet die VHS im Bereich kreativer Kurse. Das einst neben den Sprachen wichtigste Standbein hatte in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Allein der Bereich Zeichnen und Malen erfreute sich großer Nachfrage. Im Bereich der Berufsbildung ist heuer erstmals ein Einsteigerseminar zum Immobilienmakler im Angebot.

Zwischen 14000 und 15000 Kursteilnehmer hatte die VHS im vergangenen Jahr, das bewegt sich nach Angaben Droppelmanns im langjährigen Rahmen. Wie die wirtschaftliche Bilanz aussieht, konnten die Geschäftsführer dagegen noch nicht sagen, da der Abschluss noch nicht vorliegt..

Eine Veränderung wird es an der Spitze des Vorstands der VHS geben: Helmut Fürmetz legt sein Amt nach 30 Jahren als Vorsitzender nieder.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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