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Urnengräber sind gefragt

Wunsch nach Pflegefreiheit: Zangberger Gemeinderat macht Weg frei für Urnengräber

So könnte der Friedhof in Palmberg nach der Umgestaltungsmaßnahme zukünftig aussehen.
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So könnte der Friedhof in Palmberg nach der Umgestaltungsmaßnahme zukünftig aussehen.

Veranlasst durch den aktuellen Fall einer Urnenumbettung nach Umzug überarbeitete die Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen die Friedhofssatzungen der Gemeinde Zangberg.

von Alfred Huber

Zangberg – Bürgermeister Georg Auer (Wählervereinigung Zangberg) und Kämmerer Georg Obermaier stellten die aktualisierte Fassung der Friedhofsgebührensatzung und eine Satzung zur Änderung der Friedhofs-und Bestattungssatzung in der letzten Gemeinderatssitzung vor.

Doppelte Grabgebühr nicht vermittelbar

Dabei zeigte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen zunächst in einer Berechnungstabelle auf, welch enorme Gebührenerhöhungen, ausgehend von einer Vollbelegung, notwendig wären, um kostendeckend zu wirtschaften. Eine Gebührenerhöhung, die fast einer Verdoppelung gleich komme, sei aber sicher nicht vermittelbar, so dass seitens des Rates eine pauschale moderate Erhöhung je Grabart um zehn Euro pro Jahr vorgeschlagen wurde.

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Urnennische kostet 50 Euro

Somit ergeben sich folgende neuen Grabnutzungsgebühren pro Grabstätte pro Jahr: Für eine Einzelgrabstätte 50 Euro, für eine Familiengrabstätte 60 Euro und für eine Urnenfamiliengrabstätte 45 Euro, bei vorhandenem Sockel jeweils einmalig 55 Euro. Für eine Urnennische beträgt die Gebühr 50 Euro.

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Neue Grabart mit Gemeinschaftsbäumen

Auf Anregung von Gemeinderätin Judith Probst (Bündnis 90/Die Grünen) hatten sich Gemeinderat Hermann Huber (Wählervereinigung Zangberg) und Bürgermeister Georg Auer (WVZ) im Vorfeld der Sitzung mit einer Erweiterung des Angebots auf dem gemeindlichen Friedhof in Palmberg befasst.

Dem Gemeinderat wurde vorgeschlagen, mit Urnengrabstellen an Gemeinschaftsbäumen eine neue Grabart zu schaffen und dabei der in den vergangenen Jahrzehnten auch auf dem Land deutlich geänderten Bestattungskultur Rechnung zu tragen.

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Urnen sollen im Erdreich beigesetzt werden

Vielfach bedingt durch veränderte familiäre Strukturen nimmt auch der Wunsch nach Pflegefreiheit der letzten Ruhestätte zu. Es sei daher geplant, auf der bisher freien Grünfläche im Osten des Friedhofsareals zwei geeignete Bäume zu pflanzen. Dort können dann in einem festgelegten Umkreis die Urnen im Erdreich beigesetzt werden.

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Keine Markierung vorgesehen

Eine Markierung der Urnenbelegungsstelle ist dabei nicht vorgesehen, die namentliche Nennung der beigesetzten Verstorbenen erfolgt einheitlich auf zwei Stelen rechts und links eines zwischen den Bäumen anzulegenden Weges, an dessen Ende eine Ruhebank zum Verweilen einladen soll. Weitergehende Regularien – wie etwa die Belegung beziehungsweise die Beschaffenheit der Urnen – wurden in einer Satzung zur Änderung der Friedhofs- und Bestattungssatzung festgehalten.

Mehr Flexibilität bei der Grabnutzung

Neu gefasst wurde dabei auch die Verlängerung der Grabnutzung nach Ablauf der Ruhefrist. War diese bisher nur für weitere 15 Jahre möglich, so kann die Nutzung jetzt um fünf, zehn, oder 15 Jahre verlängert werden.

Der Gemeinderat stimmte dieser Satzung und somit der Bereitstellung von Grabstellen für Urnen an Gemeinschaftsbäumen als für Angehörige pflegefreie Beisetzungsstätten einstimmig zu, ebenso einer dafür fälligen Grabnutzungsgebühr von 30 Euro pro Jahr.

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