Problemkind Ahamer Brücke

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Wenn die Bahnlinie zweigleisig augebaut wird, ist die Brücke an der Eichkapellenstraße zu eng, sie muss erneuert werden. Die Stadt denkt über eine Verschiebung nach Westen nach.

Mühldorf - Die Brücke an den Bahngleisen bei Aham ist ein Problemfall: Nachdem beschlossen wurde, die Brücke zu verlegen, tauchen Schwierigkeiten auf.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom Dienstag:

Wohin mit der Brücke?

Mühldorf - Die Stadt will die Brücke über die Bahnlinie bei Aham nach Westen verlegen. Darauf einigte sich jetzt der Bauausschuss.

Auslöser der Verlegung ist der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke nach Tüßling.

Die Bahn muss die Brücke zwischen der Ahamer Straße und der Töginger Straße erneuern, damit ein zweites Gleis in Richtung Tüßling darunter passt. Unstrittig war im Bauausschuss, dass die Stadt dann ihren Teil beitragen will, um einen Geh- und Radweg auf der jetzt extrem engen Brücke einzurichten. Darüber hinaus ist nach Ansicht des Bauausschusses eine komplette Verlegung der Brücke nach Westen wünschenswert, um Verkehr aus Unteraham herauszuhalten und eine bessere Erschließung der Baugebiete in diesem Bereich zu schaffen.

Mehrere Bauausschussmitglieder wiesen auf die damit verbundenen Probleme hin. Franz Essl (FM) erklärte, dass wesentlich höhere Kosten auf die Stadt zukämen, sollte die Brücke an einem neuen Standort gebaut werden. Bliebe sie dagegen an der alten Stelle, müsse die Bahn nach dem Verursacherprinzip bezahlen. Bei einer Erweiterung mit Geh- und Radweg muss sich die Stadt nach Angaben des Bauamts allerdings beteiligen.

Außerdem fürchtet Essl, dass sich nach einer Begradigung und Verbreiterung der Verbindung mehr Autos ihren Weg von Töging über die Ahamer Straße in die Stadt suchen werden. Auch Bürgermeister Günther Knoblauch sagte: "Die Anwohner an der Ahamer Straße werden nicht begeistert sein." Deshalb müsste eine Streckenführung gewählt werden, die die Fahrt über die neue Brücke unattraktiv gegenüber dem normalen Weg über die Töginger Straße mache.

Werner Groß (SPD) regte Gespräche mit den Grundstücksbesitzern an, um das gesamte Gebiet neu planen zu können. Kurt Bimsberger (CSU) nannte eine neue Straßenführung wichtig für die weitere Bauentwicklung an der Eichkapellenstraße.

Die hat bereits begonnen. Mit der Ausweisung eines neuen Wohngebiets zwischen Eichkapellen und Matthäus-Lang-Straße schiebt sich die Bebauung weiter nach Osten. Theoretisch wäre auch die Bebauung des ehemaligen Schörghubergeländes, offiziell Mitteraham, möglich, weil die Stadt das Gewerbegebiet vor Jahren mit einem Bebauungsplan für Häuser versehen hat; der Eigentümer hat von dieser Möglichkeit bislang allerdings keinen Gebrauch gemacht.

Bürgermeister Knoblauch will in den nächsten Wochen mit Grundstücksbesitzern in dem Bereich einer neuen Straße und Brücke verhandeln. Zugleich sollten Gespräche mit Verkehrsplanern zeigen, wie der Durchgangsverkehr aus Aham herausgehalten werden kann.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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