Windenergie zukünftig von großer Bedeutung

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August Obermeier (Mitte) stellte bei dem diesjährigen Gewerbefest das Windkraftrad vor.

Schwindegg - Die Nutzung von Windenergie war Thema in der jüngsten Schwindegger Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Dr. Karl Dürner stellte fest, dass die Bedeutung der Windkraft zunehmen werde.

Während bei Solaranlagen in der Fläche die Zulassung durch Bebauungsplan erforderlich ist, sind Windkraftanlagen privilegiert. Nach dem Baugesetzbuch hat allerdings die Gemeinde die Möglichkeit, durch Planungsfestlegungen bestimmte Bereiche auszuschließen, erläuterte der Bürgermeister. Das erfordere aktives Handeln der Gemeinde. Es sei festzulegen, ob die Gemeinde hier regulierend tätig werden will. Daneben wäre auch zu überlegen, ob die Gemeinde zukünftig interessiert ist, sich an der Stromerzeugung durch Windkraft zu beteiligen.

Unterlagen über Kooperationsmöglichkeiten mit den Stadtwerken München wurden zur Sitzung an die Gemeinderäte verteilt. Die Verwaltung regte nun an, das Thema in der nächsten Sitzung zu entscheiden. Es wäre denkbar, dass sich mit diesem Thema eine Arbeitsgruppe oder ein Ausschuss aus dem Gemeinderat befasst, der weitere Tätigkeiten und Entscheidungen vorbereitet.

Apropos Windkraft: Die Firma Obermeier GmbH stellte den Antrag auf Errichtung einer Kleinwindkraftanlage (10 KW) auf dem an der Fischmühle gelegenen Grundstück. Die Kleinwindkraftanlage ist mit einer Nabenhöhe von 12,5 Meter und einem Rotordurchmesser von acht Metern geplant. Das Windkraftrad soll nur bei Tageslicht betrieben werden, um Fledermäuse, die sich in diesem Korridor bewegen könnten, zu schützen. Der Gemeinderat erteilte einstimmig sein Einvernehmen.

Ein weiterer Punkt war die Abrechnung der Maßnahme Ausbau der Tegernbachstraße. Die zweite Ausbaustufe der Tegernbachstraße ist fertiggestellt. Die Zahlung von Fördermitteln für den Gemeindeanteil sind bewilligt worden. Die letzte Schlussrechnung ist bei der Gemeinde eingegangen. Der beitragsfähige Aufwand wird gemäß Ausbaubeitragssatzung nach den tatsächlichen Kosten ermittelt, diese betragen für die zweite Ausbaustufe der Tegernbachstraße 312.800 Euro, davon werden die Kosten für die Straße außerorts mit 24.614 Euro abgezogen. Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf knapp 288.179 Euro. Die Anlieger wurden über den Ausbau und die geplanten Gesamtkosten in Höhe von 310.000 Euro informiert.

Die Straße wurde als Hauptverkehrsstraße eingestuft. Die Anlieger werden gemäß Ausbaubeitragssatzung mit einem Anteil von rund 86.454 Euro (30 Prozent der Gesamtkosten) herangezogen. Unter Zugrundelegung der umlegungsfähigen Gesamtfläche aller erschlossener Grundstücke ergibt sich ein Beitrag je Quadratmeter in Höhe von 1,13 Euro.

tf/Mühldorfer Anzeiger

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