Wildwasserretter für die Feuerwehr

Mühldorf - Drei Mitglieder der Feuerwehr Mühldorf nahmen in Tirol an der Fortbildung „Wildwasserretter“ teil. Damit ist die Feuerwehr ein Pionier auf dem Gebiet der Wasserrettung in Deutschland. ++Video++

Fritz Konrad, Marion Meier und Robert Niederschweiberer dürfen sich jetzt ausgebildetet Wildwasserretter nennen. Bei der anstrengenden Fortbildung in Tirol lernten sie vor allem ihre eigenen Grenzen einzuschätzen.

„Panikverschluss“, „Freies Retten“, „Rafting“, „Canyoning“ und „Wurfsackschmeißen“ - das waren die Programmpunkte für die drei Mühldorfer Rettungsschwimmer in Tirol. Nach der fünftägigen straffen Ausbildung, die sowohl Praxis als auch Theorie beinhaltete, sind die drei Mitglieder der Mühldorfer Feuerwehr jetzt Wildwasserretter.

„Wir haben sehr viel gelernt“, sind sie sich einig. Und das eine oder andere Mal wurde sogar den Rettungsschwimmern bange, beim Gedanken daran, sich in die reißenden Fluten zu stürzen. „Man muss immer mit der Strömung arbeiten, dagegen hat man keine Chance“, erklärt Fritz Konrad, der stellvertretende Leiter der Wasserrettung.

Die drei Wildwasserretter für Mühldorf: Fritz Konrad, Marion Meier und Robert Niederschweiberer (von links).

Die Feuerwehr habe schon seit 2005 versucht, an der Fortbildung teilzunehmen. „Sie findet aber nur einmal im Jahr statt und es ist schwer, reinzukommen. Wir hatten Glück, vor allem, dass wir gleich mit drei Leuten teilnehmen durften“, berichtet Heinrich Tratzl, Leiter der Wasserrettung.

Insgesamt hat die Feuerwehr Mühldorf jetzt die drei Wildwasser- und 13 Rettungsschwimmer. Sie ist damit die erste Feuerwehr mit Wildwasserrettungsschwimmern in der Bundesrepublik.

„Am Inn gibt es viele Bereiche, die nicht mit dem Rettungsboot befahrbar sind. Dort sind Wildwasserrettungsschwimmer nötig“, erklärt Tratzl.

In Zukunft sollen noch mehr Mühldorfer Rettugsschwimmer an der Fortbildung teilnehmen. „Und wir üben das Gelernte weiter und versuchen uns natürlich zu verbessern“, sagt Marion Meier.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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