Wildschweine werden immer mehr zum Problem

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Flossing - Das Thema Wildschweine beschäftigten die Mitglieder auf den beiden Jagdversammlungen der Jagdgenossenschaften Flossing-Süd und Flossing-Nord.

In Bezug auf den Jagdpachtschilling sprachen sich beide Genossenschaften einstimmig für eine Rücklage desselben aus. Während im Laufe des Jahres keinerlei Verbissschäden an den Jagdvorsteher Hans Steinberger gemeldet wurden, berichtete Jagdgenosse Alois Müller auf der Versammlung über einen starken Verbiss von Leittrieben an Laubbäumen und Tannen in seinen Forstflächen. Hierzu wurde vereinbart, dass sich Jagdvorsteher und Jagdpächter von der betroffenen Fläche vor Ort ein Bild machen und die weitere Vorgehensweise mit dem Besitzer absprechen.

Ein weiteres Problem im Revier, welches beide Genossenschaften betrifft, ist der Durchzug des Schwarzwildes und dessen steigende Population. Hierzu nahm Jagdpächter Michael Stelzl Stellung. Er verwies auf die bereits gebauten Jagdkanzeln, die zur effektiven Bejagung notwendig sind, und welche demnächst aufgestellt werden sollen. In diesem Zusammenhang bat er, vor allem bei größeren Maisanbauflächen am Waldrand um die Anlage von Schussschneisen seitens der Landwirte. Diese wurden zudem aufgerufen, die Jägerschaft in beiden Genossenschaften über Mäharbeiten im Frühjahr zu informieren, um die Vergrämung der Rehkitze zu ermöglichen.

Die Abschusszahlen des vergangenen Jahres waren in den beiden Revieren wie folgt: im Jagdgebiet Süd wurden 53 Rehe, 16 Füchse, drei Hasen, ein Fasan, eine Ente, drei Eichelhäher, neun Krähen und ein Marder erlegt, im Revier Nord waren es 33 Rehe, fünf Krähen, ein Hase, zehn Enten, neun Füchse und drei Dachse. Hierzu appellierte Jagdgenosse Gallhauser an die Jäger, die Bejagung der Krähen zu intensivieren.

Weitere Themen waren die Folienentsorgung, die aufgrund der gewichtsmäßigen Abrechnung besenrein erfolgen solle, und die Pflege des Jagdkatasters, wozu Flächen und Besitzänderungen umgehend gemeldet werden sollten.

Revierförster Wolfgang Mayer war an beiden Veranstaltungen zugegen und hielt jeweils ein Referat zu den Themen "Kurzumtriebsplantagen" (Süd) und "Waldumbau im Rahmen der bevorstehenden Klimaerwärmung" (Nord).

Bürgermeister Hans Schmidbauer nahm in der Versammlung Nord zu den blauen Wildreflektoren Stellung, berichtete über die Anschaffungskosten und deren Finanzierung durch den Jagdpachtschilling, verbunden mit der Bitte auf den Erhalt der Reflektoren zu achten.

Im Anschluss leitete er die Wahl der Jagdgenossenschaft Nord, die folgendes Ergebnis erbrachte: Erster Jagdvorsteher Josef Lackermeier, Zweiter Jagdvorsteher Josef Thurnhuber, Kassier und Schriftführer Wolfgang Lohr, Beisitzer Georg Haumaier und Johann Prametsberger.

wag/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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