Polizei: weniger Tote im Landkreis

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Im langjährigen Trend: Die Zahl der Toten sinkt.

Mühldorf - Die erfreuliche Unfallentwicklung der letzten Jahre ist auch 2010 weiter gegangen. Obwohl die Zahl der Unfälle gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, sank die Zahl der Toten.

Wie die Polizei Mühldorf jetzt mitteilte, stiegen die Unfallzahlen gegenüber dem Vorjahr zwar von 1363 um 11,5 Prozent auf 1521 an, die Zahl der Toten verringerte sich aber von acht auf sieben und die Zahl der Verletzten sank um neun Prozent von 311 auf 283. Noch deutlicher und weit über dem bayerischen Durchschnitt ist der Rückgang bei den schwer Verletzten um mehr als zwölf Prozent von 65 auf 57.

Die bereits im letzten Jahr angekündigten verstärkten Kontrollen im Alkohol- und Drogenbereich führten nach Einschätzung der Polizei zu einer Verminderung der Unfallzahlen von 28 auf 24. Im Rahmen dieser Kontrollen ermittelten die Beamten 19 Drogenfahrten und 58 Alkoholfahrten über 0,5 Promille, 50 Verkehrsteilnehmer mussten die Fahrzeugschlüssel abgeben, weil sie vor Fahrtantritt kontrolliert wurden.

Bei den Schulwegunfällen macht sich laut Polizei die seit Jahren hohe Qualität der Schülerausbildung durch die Jugendverkehrserzieher der Polizei und die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbänden und Schulen bezahlt - 2010 war nur ein Unfall zu verzeichnen, bei dem ein Schüler verletzt wurde.

Nicht ganz so positiv sei die Entwicklung bei den Unfällen durch zu schnelles Fahren. Hier sei zwar ein Rückgang von 81 auf 78 Unfälle zu verzeichnen, von einem wirklichen Durchbruch könne man allerdings hier nicht sprechen. "Wir sind deshalb weiterhin bemüht durch verstärkte Radarkontrollen und Aufklärungsarbeit die Unfallzahlen zu senken", teilte Polizei-Verkehrsexperte Johan Rabl mit. Zusammen mit dem Krankenhaus seien in nächster Zeit zwei Veranstaltungen in Waldkraiburg und Mühldorf zum Thema Geschwindigkeit und Unfallfolgen geplant.

Der Zuständigkeitsbereich der Polizei Mühldorf umfasst 19 Gemeinden mit 59000 Einwohnern, die Autobahn gehört nicht dazu, für sie ist die Autobahnpolizei zuständig.

hon/Mühldorfer-Zeitung

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