Widrige Umstände verderben Volksfeststimmung

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Der Volksfestbus ist das begehrteste Fahrgeschäft der Wiesn: Zu den Stoßzeiten am Wochenende kann es da schon einmal eng zugehen. Am Samstagabend kamen ein technischer Defekt und Probleme mit dem Handynetz dazu.

Mühldorf - Zu einer "Verkettung unglücklicher Umstände" kam es am ersten Volksfestabend: Die Heimfahrt mit der Buslinie vier wurde so zu einem zähen und diskussionsreichen Erlebnis.

Von einer "Verkettung unglücklicher Umstände" spricht Stefan Vorderobermeier im Nachgang. Ein Softwarefehler in der computergesteuerten Hydraulik und ein ausgefallenes Handynetz seien schuld gewesen, dass die Heimfahrt mit der Linie vier am ersten Volksfestabend zu einem zähen und diskussionsreichen Erlebnis wurde.

0.15 Uhr an der Haltestelle der Linie vier am Volksfestplatz. Schon ein erster Blick auf die wartende Menge macht klar: das wird eng. Eine Viertelstunde dauert das Einsteigen, dann schaffen auch die Anweisungen der Security-Mitarbeiter ("Nach hinten durchgehen", da geht schon noch was") keinen Platz mehr. Und noch immer stehen Leute draußen, die nach Hause wollen.

Drinnen kocht langsam die Volksseele. Die ersten, vom Alkohol nicht ganz unbeeinflussten Diskussionen nehmen Fahrt auf, die wenig beneidenswerte Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes an der hinteren Tür wird schließlich von einem Kollegen abgelöst. Dieser hebt nur abwehrend die Hände: "Ich bin nur für die Sicherheit beim Einsteigen und während der Busfahrt zuständig. Die Verantwortung trägt der Busfahrer."

Der diskutiert vorne mit den wartenden Volksfestbesuchern und greift immer wieder zum Handy. Dann schließen sich endlich die Türen, der Bus fährt an - und sackt nach wenigen Metern spürbar ab. Nichts geht mehr, Türen auf und weiter warten. "Wir sind einfach zu schwer" macht es unter den Fahrgästen die Runde, die ersten steigen kopfschüttelnd wieder aus.

Die, die im Bus stehend, sitzend, schlafend ausharren, bekommen keine Informationen: Weder darüber, dass - wie sich auf Nachfrage am gestrigen Montag herausstellt - nur ein technischer Defekt vorliegt, noch dass für alle, die noch draußen stehen, ein zweiter Bus kommt. Um 0.45 Uhr geht es dann doch weiter - und endlich heim.

Von einer Überladung könne keine Rede sein, erklärt Stefan Vorderobermeier gestern. Der Bus sei für 139 Stehplätze zugelassen. "So voll sich das auch angefühlt hat, so viele waren sicher nicht drin", betont der Geschäftsinhaber der Firma Elite Reisen Vorderobermeier.

"Die Situation vor Ort war nicht ganz glücklich", räumt er ein - und klärt auf. Ein Softwarefehler in der Computersteuerung habe dazu geführt, dass sich die Abfahrt noch einmal verzögert hat. "Und weil außerdem das Handynetz mehrfach ausgefallen ist, konnten wir den zweiten Bus nicht sofort anfordern."

Nach den Problemen um 0.15 Uhr habe er für die nächste Runde um 1.30 Uhr einen zweiten Bus geordert. "Da war allerdings der Andrang nicht mehr so groß."

An die Fahrgäste der Volksfestbusse gerichtet, macht Vorderobermeier abschließend klar: "Es muss sich niemand Sorgen machen, dass er nicht nach Hause kommt. Ist ein Bus voll, fordern wir ein zweites Fahrzeug an. Weil die Ersatzbusse aber zum Teil ein wenig außerhalb parken müssen, kann das schon einmal zehn Minuten dauern."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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