Autobahndirektion: Zu wenig Geld für A94

Mühldorf/München - Die Autobahndirektion bekommt nach derzeitigem Stand zu wenig Geld, um den Weiterbau von Pastetten bis Dorfen und weiter nach Heldenstein zu sichern.

Dossier zum A94-Ausbau

Das hat der Präsident der Autobahndirektion Paul Lichtenwald gestern auf Anfrage bestätigt. Sollte der Bund dem Baubeginn ab Pastetten und später ab Dorfen zustimmen, wären 50 bis 60 Millionen Euro jährlich nötig. "Diese Gelder stehen im Augenblick nicht zur Verfügung."

Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, Vorsitzender des Vereins "Ja zur A94" wird deutlicher: "Für den Abschnitt Pastetten-Dorfen stehen nur zehn Millionen Euro zur Verfügung." Diese Zahl will Lichtenwald nicht bestätigen, er dementiert sie aber auch nicht. "Ich kann nicht sagen, dass die Mittel für die nächsten Jahre gesichert sind."

Bauarbeiten A94

Der Freistaat bekommt vom Bund derzeit 900 Millionen Euro zum Neubau und Erhalt von Bundesstraßen und Autobahnen. Neben den Neubauten auf der A8, der A3, der A94 und der B15neu geht eine hohe Summe in die Sanierung von Straßen. Durch Umschichtungen zugunsten von Neubauten werde der Erhalt von Straßen immer wichtiger, betont Lichtenwald.

Mehr Klarheit könnten die Straßenbaubesprechungen im Frühjahr und Herbst bringen. Bei diesen Gesprächen stimmen Freistaat und der Bund ab, für welche Maßnahmen wie viel Geld verwendet wird. Für den Präsident der Autobahndirektion ist deshalb klar: Bund und Land sind beide gefordert. Der Bund müsse mehr Geld zur Verfügung stellen, das Land es zugunsten der A94 verteilen. Lichtenwald sagte aber auch, die Unsicherheit bezüglich der Finanzierung gehöre zum Alltag.

Für die im Bau befindlichen Abschnitte Ampfing-Heldenstein und Forstinning-Dorfen gibt es laut Lichtenstein mit heuer 30 Millionen Euro dagegen genügend Geld.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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