Weitere Krippenplätze nötig

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Waldorf-Kindergarten und städtische Krippe komplettieren das Betreuungsangebot in Mühldorf Süd. Im Norden sieht die Stadt dagegen weiteren Bedarf.

Mühldorf - 2013 soll das Jahr werden, in dem jedem Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Die Stadt muss vor allem im Bereich Krippen aktiv werden.

Wie groß die Aufgabe für die Kommunen ist, die Garantie umzusetzen, nach der jedes Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz finden soll, zeigt die Investitionssumme: 3,2 Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen zehn Jahren in den Bau von Kindergärten und -krippen gesteckt, dazu erhielt sie einen Zuschuss von 1,7 Millionen Euro. 2013 sollen es weitere 3,6 Millionen sein und im Jahr darauf nochmals knapp zwei Millionen.

Die Vorarbeiten der Stadt sind damit getan, trotzdem antwortet Bürgermeister Günther Knoblauch auf die Frage zurückhaltend, ob es reicht: "Ich hoffe es", sagt er, "bisher ist es uns gelungen, den Bedarf zu decken." Ob das für die kommenden Jahre gilt, liegt laut Knoblauch nur zum Teil an der Stadt. "Das hängt von der Bevölkerungsentwicklung ab. So wie es jetzt aussieht, können wir den Bedarf decken, da sind wir jetzt schon ziemlich dabei", sagt er mit Blick auf den 1. August. Derzeit hat Mühldorf knapp 18400 Einwohner, in den nächsten Jahren sollen bis zu 150 Wohnungen und Häuser gebaut werden.

Für Knoblauch gibt es neben der reinen Zahl der Kinderbetreuungsplätze ein anderes Problem: die Länge der Betreuung. Denn die Garantie schließt in seinen Augen auch ein, dass Kinder schon frühmorgens betreut werden, bis in den Nachmittag und auch während der Ferienzeiten nicht ausgesperrt sind. Länger als drei Wochen dürfe die Ferienzeit deshalb nicht dauern. "Ab wann bis wann offen ist, muss diskutiert werden."

Damit fällt allen Kindergartenträgern auch die Aufgabe zu, genügend und geeignetes Personal einzustellen. Derzeit bereitet das laut Knoblauch noch keine großen Probleme; vor allem Großstädte klagen über Personalmangel in der Kinderbetreuung.

Seit 2002 ist die Zahl der in Kindergärten betreuten Mädchen und Buben von 533 auf 558 gestiegen, eine Kinderkrippe gab es vor zehn Jahren noch nicht. Von zwölf Plätzen in der Spielstube Mößling 2005 stieg die Zahl der Krippenplätze auf heute 48. Sie sind in vier Gruppen untergebracht, je zwei in St. Pius und zwei in der städtischen Krippe in der Königsseestraße im Süden. Mit dem Neubau in der Nähe der Mittelschule sollen vier weitere Gruppen mit je zwölf Plätzen dazu kommen, damit stehen 98 Plätze zur Verfügung.

Nach einer Bedarfsanalyse, bei der alle Eltern von Kindern angeschrieben wurden, werden in Mühldorf 2013 bis zu 120 Krippenplätze gebraucht, dazu kommen bis zu 40 Plätze zum Beispiel bei Tagesmüttern. Knoblauch kündigte vor dem Stadtrat an, das Thema im kommenden Jahr erneut auf die Tagesordnung zu setzen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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