Weitere gentechnische Forschung

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Hoch über Mühldorf: Minister Heubisch mit Stadtführerin Elfriede Zehentmaier.

Mühldorf - Begeistert vom Blick aus dem Nagelschmiedturm über den Mühldorfer Stadtplatz zeigte sich der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch (FDP).

Er war auf Einladung der FDP-Kreisvorsitzenden Sandra Bubendorfer-Licht zu einem Bürgergespräch nach Mühldorf gekommen. Interessiert ließ er sich Architektur und Geschichte der Stadt erläutern und fand vor allem an den für Mühldorf typischen Grabendächern gefallen. Nicht nur von Amtswegen informierte sich Heubisch auch über die Situation der Künstler im Raum Mühldorf. Dazu besuchte er die Kollektivausstellung im raum02. Dort präsentieren derzeit Bildhauer, Grafiker und Kunststudenten Arbeiten zum Thema "business as usual".

Bürgergespräch mit Staatsminister Heubisch

Rund eine Stunde Zeit nahm er sich, um mit den Ausstellenden über ihre Werke zu reden. Diese zeigen beispielsweise die Reste vom Schreibtisch eines entlassenen Siemens-Mitarbeiters, den Fortgang bei der Arbeit an einem Bildband über Vulkane oder in Dauerschleife abgespielte Videosequenzen. Heubisch sagte dazu: "Ich freue mich immer über erkennbare Kunst, die trotzdem auflösend und aufrüttelnd ist". Er lobte zudem die Initiative der Kunstschaffenden, die sich abseits der Zentren etwas Eigenes aufgebaut hätten. Auch die Stadt Mühldorf lobte er als sehr offen und liberal. Er habe bei seinem Rundgang Mühldorf als sehr eigenständige und selbstbewusste Gemeinde erlebt. Neben der Kunst schenkte der Forschungsminister bei seinem Bürgergespräch im Eiscafé Cappucino dem Thema Breitbandanschluss große Beachtung. Stadt- und Kreisrat Max Oelmaier erläuterte ihm ausführlich die aktuelle Situation und bat um baldige Verbesserung. Heubisch sicherte ihm zu, dass in der Staatskanzlei am Thema gearbeitet werde.

Weiteres Thema bei der sechs Gäste zählenden Veranstaltung war die von Sepp Ried ins Gespräch gebrachte Grüne Gentechnik. Ried, der als stellvertretender Kreisobmann des Bauernverbandes tätig ist, fragte nach der persönlichen Position des Ministers und kritisierte aktuelle Praktiken. Heubisch betonte, in seinem Ressort liege lediglich die Forschung, mit dem Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut habe es nichts zu tun. An der Forschung wolle er jedoch festhalten, da nicht das Signal versendet werden dürfe "in Bayern wird geblockt". Es sei aber dringend nötig, dass die Forscher lernen den Leuten richtig zu vermitteln, was sie eigentlich machen. Das würde nach seiner Ansicht auch den Zuspruch der Bevölkerung zur Grünen Gentechnik stärken.

ago/Mühldorfer Anzeiger 

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