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Nachgefragt in Altötting, Mühldorf und Traunstein

Weiter „sehr angespannte Lage“ bei Einsatzzentrale und Rettungsdienst

Die aktuelle Situation bringt den Rettungsdienst an die Belastungsgrenze.
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Die aktuelle Situation bringt den Rettungsdienst an die Belastungsgrenze.

Erst vor kurzem warnte der Mühldorfer Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) die Lage beim Rettungsdienst dort sei „sehr angespannt“. Wir haben uns nun erkundigt, wie es aktuell dort und in anderen Teilen der Region aussieht.

Altötting/Mühldorf am Inn/Traunstein - „Da hat sich leider bisher noch nichts daran geändert“, berichtet Tina Buchner, Pressesprecherin des Kreisverbands Mühldorf am Inn des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). „Andererseits hat sich die Lage auch nicht verschärft. Sie bleibt aber weiter angespannt.“ Auch Thorsten Brandstätter, stellvertretender Kreisgeschäftsführer des BRK Traunstein berichtet ähnliches: „Wir merken schon deutlich, dass die Lage eine angespanntere ist.“ Auch im Landkreis Altötting, wo es bisher noch keine Überschreitung der kritischen Inzidenzmarke von 1000 gab, so der Altöttinger BRK-Pressesprecher Manfred Barth: „Die Belastung ist merkbar größer geworden.“

„Ständig sehr angespannte Lage“ beim Rettungsdienst in Mühldorf und andernorts

Vor etwas weniger als zwei Wochen hatte der Mühldorfer BRK-Kreisverband mitgeteilt, sich deutlich der Belastungsgrenze zu nähern. „Aktuell ist die Situation noch kontrollierbar, sukzessive sehr angespannt. So müssen immer wieder zusätzliche Fahrzeuge aus den Bereitschaften eingesetzt werden, um das erhöhte Transportaufkommen, insbesondere im Krankentransport abarbeiten zu können“, äußerte sich Helmut Zerrer, der Leiter des Rettungsdienstes. „Bislang kam es aber nicht zu gravierenden Engpässen, oder gar zu Fahrzeugausfällen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich sämtliche Mitarbeiter ihrer Verantwortung bewusst sind und sich trotz der langen Zeit, durch Ausdauer und Flexibilität auszeichnen“.

Josef Geschwendner, Geschäftsführer der integrierten Leitstelle Traunstein

„Auch bei uns ist die Situation angespannt, aber wir haben‘s im Griff“, berichtet wiederum Josef Gschwendner, Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein. Diese ist die Einsatzzentrale der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein. „Zwischenzeitlich haben wir seit gut einem Monat eine zusätzliche Schicht eingezogen. Das war alleine schon nötig, weil inzwischen eine ganze Menge Abklärungsarbeiten dazugekommen sind.“ Dies etwa durch die aktuelle Verlegung von Intensivpatienten, die eine gewissen Organisationsaufwand bedeuten würde.

Aktuelle Lage fordert Einsatzleitstelle und Rettungsdienst

„Nehmen wir einen aktuellen Fall: Da kam um 16 Uhr der erste Anruf, dass zwei Patienten im Rahmen der ‚Kleeblattverlegungen‘ verlegt werden dürfen. Bis dann wirklich alles unter Dach und Fach war, dauerte es bis etwa 20 Uhr“, berichtet Gschwendner weiter, „Aber auch sonst ist der ‚Alltagsbetrieb‘ anspruchsvoller geworden. Man kann leider aktuell häufig den Rettungswagen nicht gleich das nächste Krankenhaus anfahren lassen, sondern muss teils auf ein weiter entfernt gelegenes ausweichen, das noch Kapazitäten hat.“ Alles in allem sei es wie direkt beim Rettungsdienst: Man habe die Belastungsgrenze noch nicht erreicht, aber es sei fortlaufend eine fordernde Lage. „Wenn man Feierabend hat merkt man mehr, als früher, was man am Tag getan hat.“

Thorsten Brandstätter ist stellvertretender Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Traunstein.

„Wenn ein Notruf eingeht, müssen wir aktuell immer anfragen, ob Erkältungssymptome oder eine Infektion vorliegt. Das spielt keine Rolle bei der Priorisierung, sondern es geht darum, dass die Kameraden die dann vor Ort anrücken sich ausreichend schützen können“, erläutert Gschwendner. „Teilweise muss man sich die Schutzkleidung dann während der Fahrt überstreifen“, berichtet wiederum Throsten Brandstätter vom Traunsteiner BRK, „Das ist schon unter ‚normalen‘ Umständen bei der Arbeit in einem Test- oder Impfzentrum aufwändig genug.“ Er hoffe nun, dass mit den sinkenden Inzidenzen auch eine zumindest teilweise Beruhigung beim Einsatzgeschehen eintrete.

hs

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