Wasserwacht warnt: Keine tragfähigen Eisflächen!

Bayern - Die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes warnt: Trotz Minustemperaturen in den letzten Tagen gibt es vielerorts noch keine tragfähigen Eisflächen!

Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen verliert ein Mensch der ins Eis eingebrochen ist, innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken. Außerdem sollen in den nächsten Tagen die Temperaturen wieder steigen.

Jegliches Betreten von Eisflächen bedeutet Lebensgefahr!

Regeln für den Ernstfall:

  • Laut um Hilfe rufen
  • In jedem Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät
  • So wenig wie möglich bewegen, um nur wenig Körpertemperatur zu verlieren
  • Sofort Hilfe holen über die Notrufnummer 19222 (vom Handy ist eine Ortsvorwahl nötig; Beispiel: 08631 19222)
  • Die eingebrochene Person beruhigen
  • Mit Hilfsmitteln wie Rettungsringen, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), größeren Ästen, Abschleppseilen oder ähnlichen Gegenständen, die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern
  • Nie in direkten Kontakt mit dem Eingebrochenen gehen, d.h. reichen Sie nie Ihre Hand - das Risiko selbst ins Eiswasser gezogen zu werden ist zu hoch!
  • Nur ins eisige Wasser springen, wenn sie selbst über eine dritte Personen mit Seil gesichert sind. Doch auch wenn Sie gesichert sind, dem Eingebrochenen niemals die Hand reichen!
  • Wenn möglich: Den Verunfallten an Land bringen, in die stabile Seitenlage legen und vor Kälte schützen bis der herbeigerufene Rettungsdienst eintrifft.
  • Eingebrochene Personen nicht aufstehen lassen und möglichst wenig bewegen, damit kein sogenannter After-Drop-Effekt (Kälteschock durch Verteilen des kalten Blutes im Körper) eintritt.

Pressemitteilung Kreiswasserwacht Mühldorf

Rubriklistenbild: © dpa

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