Landratsamt weist alle Vorwürfe zurück

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Mühldorf - Das Landratsamt Mühldorf hat Vorwürfe zurückgewiesen, es habe sich bei der Genehmigung von Bauwerken im Wasserschutzgebiet der Stadt Töging über schwerwiegende Bedenken des Wasserwirtschaftsamts hinweg gesetzt.

Das hat ein Gutachter behauptet, der im Auftrag des Staatsanwaltschaft arbeitet.

Dem Landratsamt liegt dagegen nach Angaben einer Sprecherin ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein aus dem Jahr 1991 vor, das ausdrücklich keine Einwände gegen die Errichtung der Plätze erhebe, teilte die Sprecherin gestern Nachmittag mit. Es seien darin lediglich diverse Auflagen gefordert worden, die auch Eingang in den Bescheid gefunden hätten. "Der Schluss des Gutachter im Prüfbericht, das Landratsamt habe sich über "schwerwiegende Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes hinweggesetzt", ist aus der vorliegenden Aktenlage somit schlichtweg falsch", heißt es in der Mitteilung.

Das Landratsamt bezieht sich auf einen Antrag zur Ausnahmegenehmigung zum Bau von zwei Tennisplätzen im Wasserschutzgebiet im Jahre 1991. Das Gesundheitsamt Mühldorf habe im Jahr 1991 der Ausnahmegenehmigung nicht zugestimmt hat. "Es wurden jedoch keine schwerwiegenden Bedenken geäußert, sondern auf die Gefahren durch den möglichen Einsatz von Unkrautvernichter sowie den bereits stattfindenden An- und Abfahrtsverkehr verwiesen." In der Ausnahmegenehmigung sei deshalb das Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln als Auflage aufgenommen worden.

Trinkwasser in Töging

Das Gutachten, in dem das Landratsamt massiv angegriffen wird, spricht dagegen von erheblichen Bedenken, die das Wasserwirtschaftsamt gegen die Erweiterung des Vereinsheims und der Tennisplätze erhoben habe. Außerdem moniert es den unsachgemäßen Betrieb von Kanälen durch die Stadt Töging.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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