Unangemeldete Kontrollen nicht geplant

Waffenbesitzer bekommen Post

Mühldorf - Rund 4100 Waffenbesitzer im Landkreis Mühldorf bekommen bis Jahresende Post aus dem Landratsamt. In dem Schreiben werden sie aufgefordert, die korrekte Aufbewahrung von Pistolen und Gewehren nachzuweisen.

Das kann entweder durch die Kopie eines Kaufbelegs für einen Waffenschrank geschehen oder durch Fotografien, die den Aufbewahrungsort und ein nötiges Prüfsiegel zeigen. "Mehrere hundert Schreiben sind bereits verschickt, die Resonanz ist sehr hoch", erklärt Pressesprecherin Karin Huber.

Manchem Waffenbesitzer ist der Aufwand zu groß. Nach wie vor werden pro Woche mehrere Waffen im Landratsamt freiwillig abgegeben. "Zum Großteil handelt es sich um alte Jagdgewehre, die auf Bauernhöfen am Speicher lagen", sagt Huber und macht deutlich: "Auf Wunsch holen wir die Waffen auch vor Ort ab."

Den Besitzern wird zunächst eine Frist gesetzt, anschließend wird gemahnt. Die Erfahrung zeigt: "In rund 50 Prozent der Fälle müssen wir noch einmal nachhaken", sagt Huber. Dabei gehe es aber meistens nicht um konkrete Sicherheitsdefizite, sondern oft um Formalitäten, zum Beipsiel wenn das Typisierungsschild auf dem Foto nicht eindeutig zu erkennen ist. Der Aufwand ist groß, immerhin sind im Landkreis 18.100 Waffen gemeldet.

Unangemeldete Kontrollen sind laut Huber zunächst einmal nicht geplant.

Für Aufsehen hatte in dieser Woche das Ergebnis einer unangemeldeten Kontrollaktion von 167 Waffenbesitzern im Kreis München gesorgt, die zum Teil massive Sicherheitsmängel aufgedeckt hatte.

ha/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser