670 Waffen abgegeben

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Fachbereichsleiter Erich Kozel sammelt im Landratsamt weiter Waffen.

Mühldorf - Am 31. Dezember letzten Jahres endete die Amnestiefrist für den Besitz von illegalen Waffen. Unter anderem wurden 100 Kilogramm Munition vernichtet.

Nach dem Amoklauf von Winnenden hatte der Bundestag und der Bundesrat neue Gesetze für die Aufbewahrung für Waffen im Privatbesitz beschlossen. Dadurch sollte der Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Schusswaffen erschwert werden.

Erich Kozel, Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung, hat jetzt die letzten Waffen nach München zum Landeskriminalamt gebracht. Insgesamt wurden im Landkreis Mühldorf 670 Waffen aus dem Privatbesitz und rund 100 Kilogramm Munition vernichtet. In der Regel wurden Gewehre in das Mühldorfer Landratsamt gebracht. Aber auch viele Pistolen waren darunter. Die dazugehörige Munition wurde ebenfalls im Mühldorfer Landratsamt abgeliefert.

Die Gewehre und Pistolen sowie die Munition wurden im Landeskriminalamt untersucht und anschließend zerlegt und vernichtet. "Mit der letzten Fahrt nach München in der letzten Woche ist die Amnestie-Aktion im Landkreis Mühldorf abgeschlossen", berichtete Kozel.

Die Abgabe von Waffen geht aber am Landratsamt weiter. Die rund 4100 Waffenbesitzer im Landkreis Mühldorf werden derzeit vom Landratsamt angeschrieben. In dem Schreiben werden die Waffenbesitzer aufgefordert, die konkrete Aufbewahrung ihrer Waffen nachzuweisen.

Die Anschaffung eines Waffenschranks muss mit einem Beleg oder einer Fotografie bestätigt werden. "Vielen ist die Anschaffung eines solchen Schranks zu aufwendig. Sie bringen daher ihre Waffen zu uns ins Landratsamt. Bisher haben wir schon 80 Waffen ausgehändigt bekommen", erklärte Kozel.

Der Fachbereich "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" verwaltet die rund 18 000 Waffen im Landkreis. "Wenn jemand seine Waffe nicht selbst in das Landratsamt bringen kann, dann holen wir sie auch bei dem Betreffenden ab", sagte Kozel.

Überwiegend handelt es sich bei den jetzt abgegebenen Waffen um Gewehre, die in Bauernhöfen auf dem Speicher lagerten und der Besitzer dafür nicht extra einen neuen Waffenschrank kaufen wollte.

Die Aktion um die richtige Unterbringung der Waffen läuft weiter, bis alle Waffenbesitzer dem Landratsamt nachgewiesen haben, dass ihre Waffen sicher verwahrt sind.

Erich Kozel forderte die Waffenbesitzer auf, das Schreiben des Landratsamtes zu beantworten und die sichere Unterbringung ihrer Waffe zu dokumentieren.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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