Votivtafeln kehren zurück

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
KSK-Schriftführer Robert Müller, Diakon Manfred Scharnagl, Vorstand der KSK Hans Schneider (von links) begutachten die Votivtafeln.

Mettenheim - Viele Jahre hingen in der Wallfahrtskirche in Tuntenhausen zwei Votivtafeln, die Kriegsteilnehmer in Auftrag gegeben hatten, zum Dank für deren glückliche Heimkehr nach dem Ersten Weltkrieg.

Doch bald sollen diese beiden Tafeln ihren festen Platz in der Pfarrkirche St. Michael in Mettenheim finden.

Alle drei Jahre, wie auch in diesem Jahr, findet eine Wallfahrt der Pfarrei St. Michael in Mettenheim zur Wallfahrtskirche in Tuntenhausen statt. Eine Verbindung, die weit zurückreicht und sogar nachweisbar ist durch eine Wallfahrtskerze aus dem 16. Jahrhundert. Diese Wallfahrten waren wohl in der damaligen Zeit auch der Anlass in der Pfarrei Mettenheim, zu der damals noch Ebing, Neufahrn und Mößling gehörten, Votivtafeln anzufertigen. Mit diesen Tafeln wollten die Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1919 ihre Dankbarkeit über die glückliche Heimkehr zum Ausdruck bringen.

Dabei zieren neben den zahlreichen Namen und Ortsbildern der einzelnen Dörfer auch die Namen der damaligen Bürgermeister Georg Rost (Mettenheim), Xaver Brunnhuber (Mößling) und Josef Reindl (Lochheim) die Tafeln, die einen erheblichen Anteil zur Anfertigung der Tafeln leisteten.

Bei Räumungsarbeiten vor sechs Jahren in der Tuntenhausener Wallfahrtskirche war aber letztendlich kein Platz mehr für die mit Gold eingefassten Tafeln. Dabei wurde damals den Mettenheimern angeboten, die Tafeln wieder zu erhalten.

Selbstverständlich nahm Diakon Manfred Scharnagl die Tafeln wieder in die Obhut der Pfarrei St. Michael, da diese Tafeln ein bedeutendes Dokument im geschichtlichen und kirchengeschichtlichen Zusammenhang darstellen.

Auch wenn die Tafeln sehr gut erhalten waren, galt es einige kleinere Schäden zu beheben, wofür sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft sofort verpflichtet sah, und eine umfassende Restaurierung in Auftrag gab. Im neuen Glanz erstrahlen nun diese beiden Tafeln, die noch rechtzeitig zur 100-Jahr Feier fertiggestellt wurden.

Beim Gedenkgottesdienst am Donnerstag, 11. Juni, und dem gleichzeitigem Beginn der Mettenheimer Festwoche werden diese Tafeln noch einen besonderen Platz in der Kirche einnehmen, ehe sie dann wieder ihren festen Platz im Aufgang zur Empore erhalten.

et

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser