Vorbild in Sachen Engagement

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Stadtpfarrer Haimerl erteilte den Segen (Bild links), Bürgermeister Knoblauch (rechtes Bild, rechts) dankt Vorstand Noppenberger für sein Engagement.

Mühldorf - Mit einem Festwochenende feierten die Freunde der alten Feuerwehr ihren 25. Geburtstag, dabei weihten sie ihr Vereinsheim ein.

Das Vereinsheim ist in Eigenleistung und ganz ohne städtische Zuschüsse entstanden. Es begann 1982 mit der Ausmusterung eines Feuerwehrautos bei der Freiwilligen Feuerwehr Mühldorf. Es gab keinen rechten Platz zum Unterstellen und auch die Zahl der Begeisterten hielt sich anfangs in Grenzen. Dennoch fanden sich einige Freunde der alten Feuerwehr, wie sich der Verein bei der Gründung 1986 nannte, zusammen und so wurde 1983 das erste Fest für historische Feuerwehrfahrzeuge in Massing besucht. Zum Jubiläum gab es neben einem Festabend einen Autokorso mit fast 100 alten Feuerwehrautos über den Stadtplatz am Sonntag (siehe auch Seite 11).

Ein weiterer Anlass zum Feiern am Wochenende war die Einweihung des neuen Vereinsheims mit Gerätehaus und Werkstatt, das am ehemaligen Bauhof in Altmühldorf entstanden ist. Das Besondere daran, betonte Bürgermeister Günther Knoblauch in seiner Ansprache, sei die enorme Eigenleistung, die hier erbracht wurde: "In meiner 40-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit habe ich ehrenamtliches Engagement in diesem Umfang noch nicht erlebt. Was ihr hier geschaffen habt, ist wirklich einzigartig", bedankte sich Knoblauch bei dem mittlerweile auf über 100 Mitglieder angewachsenen Verein und speziell bei Vorstand Rudolf Noppenberger, der es wohl wie kaum einer verstehe, alle für diesen Verein zu begeistern und damit ihre Mithilfe zu gewinnen.

In dieselbe Richtung ging die Laudatio von CSU-Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer, der speziell auf den Erhalt dieser historischen Fahrzeuge näher einging und ihren Wert als Zeugnis der technischen Entwicklung für spätere Generationen hervorhob.

Den kirchlichen Segen für die neu gestalteten und teilweise neu gebauten Räumlichkeiten, sowie für die Mitglieder des Vereins erteilte Dekan Roland Haimerl. Er verwies auf das Markus- Evangelium. Es könne nicht immer nur Erste geben, aber ein Verein brauche sehr wohl einen Ersten, der bereit sei, an der Spitze die Fäden in die Hand zu nehmen und zu lenken: "und diesen Ersten zu finden, ist heute in unserer Gemeinschaft oft nicht einfach" bemerkte Haimerl. Umso schöner sei es, dass dies bei den Freunden der alten Feuerwehr so gut funktioniere.

Mit einem Rundgang durch die gesamte Anlage und einer Besichtigung des mittlerweile auf fünf Fahrzeuge angewachsenen Vereinsfuhrparks sowie einiger privater Leihgaben, endete die offizielle Einweihung.

wag/Mühldorfer-Anzeiger

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