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Heimspiele in der zweiten Bundesliga

Mühldorfs Volleyballer bleiben mutig: Mit 16-Jährigen Talenten gegen die besten Außenangreifer der Liga

Zuletzt gegen Dresden in starker Verfassung: Fabian Bartsch (links) holte 33 Punkte, 15 Angriffspunkte gingen auf das Konto von Mittelblocker David Fecko (Bildmitte)
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Zuletzt gegen Dresden in starker Verfassung: Fabian Bartsch (links) holte 33 Punkte, 15 Angriffspunkte gingen auf das Konto von Mittelblocker David Fecko (Bildmitte)

Auf Volleyball-Zweitligist TSV Mühldorf warten am vorletzten Saison-Wochenende schwere Aufgaben gegen Hammelburg und Schwaig. Dabei setzt das Team bei den Heimspielen wieder auf seine Talente.

Mühldorf – 33 Punkte, 46 Prozent verwandelte Angriffe und eine sensationelle Annahmequote von 79 Prozent. Fabian Bartsch brachte am Samstag beim 3:2 gegen den VC Dresden eine seiner besten Saisonleistungen für die Volleyballer des TSV Mühldorf aufs Feld und führte die Mühldorfer damit auf die Siegerstraße. Aber wird diese Leistung auch gegen die beiden Wochenendgegner reichen?

Fakt ist, dass mit Mühldorfs Kapitän Thomas Brandstetter einer der beständigsten Angreifer der Mühldorfer ausfällt (Bänderriss). Und die beiden Gegner haben es in sich. Der Kontrahent aus Hammelburg, der am Samstag in Mühldorf aufschlagen wird, ist gegenwärtig auf Platz drei in der 2. Volleyball-Bundesliga zu finden. Der Gegner des Heimspiels am Sonntag, der SV Schwaig, ist gegenwärtig Sechster. Beide Partien beginnen um 16 Uhr und werden im Livestream auf sporttotal.tv übertragen.

Mayer stellt sich auf exzellente Angreifer ein

„Machen wir uns nichts vor: Beide Teams sind unglaublich stark, verfügen über exzellente Angreifer und starke Zuspieler. Unsere Siegchancen sind minimal“, sagt Mühldorfs Trainer Michi Mayer.

Vor allem der Samstagsgegner TV/DJK Hammelburg wird die Mühldorfer fordern. 19 der 26 Spiele konnte der Drittplatzierte gewinnen. 59 Punkte stehen auf dem Konto. Drei davon heimsten sie auch im Hinspiel gegen den TSV Mühldorf ein nach einem klaren 3:0 in Hammelburg. „Und das ohne ihren Besten, Lorenz Karlitzek. Der aber ist wieder fit und wird uns am Samstag ordentlich unter Druck setzen“, befürchtet Mühldorfs Trainer Mayer.

Kalritzek ist wieder fit

Karlitzek ist einer der Außenangreifer auf Hammelburger Seite. Er kam erst in dieser Saison vom Erstligisten TV Rottenburg nach Hammelburg und zählt nach Ansicht Mayers zu den besten Angreifern der Liga. In Hammelburg befindet er sich damit in bester Gesellschaft mit Moritz Rauber im Außenangriff, der schon acht Medaillen als bester Spieler absahnen konnte.

Gefährlich auch Diagonalspieler Oscar Benner, der mit einem Gardemaß von 1,98 Meter schon vier Mal zum MVP gewählt worden ist. Bedient werden sie vom überragenden Zuspieler Laurentiu-Marian Vinatoru. „Der Aufschlag wird auch diesmal unsere wichtigste Waffe sein“, sagt Michi Mayer im Vorfeld der Partie, die, wie zuletzt schon gegen Dresden, Firtz Vähning über die Außenposition beginnen wird. Alternativ stünde Hauke Ferch zur Verfügung.

Volleyballberichte der Bundesligisten vom TSV Mühldorf lesen Sie auch auf unserer Themenseite.

16-Jährige sollen weiter Erfahrungen sammeln

„Wichtig ist, dass wir Spaß am Volleyball haben. Wir werden auch die beiden Spiele am Wochenende dazu nutzen, den Youngsters Spielzeit zu geben. Zuletzt hat das schon ganz gut geklappt. Man darf nicht vergessen, dass zum Teil drei 16-jährige Spieler auf dem Feld standen, die schließlich das Ihre dazu beigetragen haben, dass wir gegen Dresden gewonnen haben“, sagt Mayer.

Er verweist konkret auf die Vorstellung von Tim Aust, der sich als clevere Variante im Zuspiel zu Alex Brandstetter herausgestellt habe. „Der hat einen anderen Schwung in die Mannschaft gebracht. Darauf muss sich der Gegner dann erst einmal einstellen.“

Hammelburg seit acht Spielen ungeschlagen

Hammelburg kommt mit stolz geschwellter Brust nach Mühldorf, nachdem die Franken zuletzt acht Siege in Folge feiern durften. Zuletzt haben sie im Krimi gegen den SV Schwaig einen 0:2-Satzrückstand noch zum 3:2-Sieg gedreht.

Man darf nicht vergessen, dass zum Teil drei 16-jährige Spieler auf dem Feld standen, die schließlich das Ihre dazu beigetragen haben, dass wir gegen Dresden gewonnen haben.

Michi Mayer, Trainer TSV Mühldorf

Für Schwaig, den Sonntagsgegner der Mühldorfer, war die Partie gegen Hammelburg schon das dritte Spiel in Folge, das über fünf Sätze ging. Vorher hatten die Sechstplatzierten Freiburg und Gotha mit 3:2 in die Schranken verwiesen, sie festigten damit ihren 6. Tabellenplatz mit 47 Punkten, fünf Zähler fehlen zu Platz fünf, sechs beträgt das Polster zum Siebten aus Leipzig.

Ein Niederviehbacher im Team der Schwaiger

Mayer hat bei Schwaig ebenfalls die beiden Außenangreifer im Fokus. Der Niederviehbacher Florian Tafelmayer auf der einen Seite, Max Bibrack auf der anderen werden es den Mühldorfern nicht gerade leicht machen, so Mayer. Mit Yannick Klemment verfügten die Schwaiger über einen herausragenden Libero und Moritz Gärtner gilt mit seinen 20 Jahren als vielversprechendes Zuspielertalent.

Grandiose Vorstellung im Hinspiel gegen Schwaig

Schwaig hat einiges gutzumachen. Denn im Hinspiel hatten die Mühldorfer als Neulinge der Liga den SV Schwaig förmlich überrannt, mit 3:0 für den wohl überraschendsten Sieg der Spielzeit gesorgt. „So leicht werden es uns die Schwaiger diesmal nicht machen“, meint Mayer.

Schon alleine deswegen, weil Tom Brandstetter im Vergleich zum Hinspiel diesmal nicht dabei sein wird, wegen des Bänderrisses nur von der Bank aus zuschauen wird. Umso mehr freut es Mayer, dass David Fecko zum Saisonfinale immer besser in Form kommt. Mit beachtlichen 23 Punkten war Fecko im Spiel gegen Dresden zweitbester Scorer für Mühldorf.

Am Ende gingen drei Blocks, fünf Asse und 15 Angriffspunkten auf das Konto des Mittelblockers. „Wir schauen auch diesmal, dass wir den Zuschauern vor den Bildschirmen zu Hause ein gutes und spannendes Volleyball zeigen!“, verspricht Mayer.

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