Viertklässler gingen in die Luft

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Pilotin Katharina steigt ins Cockpit einer Piper Cub. Oliver und Jennifer schauen zu. Fotos re

Heldenstein (ma) - Im Rahmen des Projekts "Zeitung in der Grundschule" hat die vierte Klasse der Grundschule Heldenstein den Mühldorfer Flugplatz besucht. Dabei gingen die Kinder der Frage nach: "In die Luft gehen - Was bietet der Mühldorfer Flugplatz?"

Heldenstein - Wir waren kaum noch auf den Plätzen zu halten, als unser Bus um die Ecke bog und wir bereits die ersten Flieger am Flugplatzgelände entdeckten. "Schaun die cool aus", rief Alexandra begeistert. Mit unseren Klemmbrettern und einem großen Fragenkatalog unter dem Arm marschierten wir gespannt in Richtung Flughafengebäude, wo wir schon von Martin Eibl, dem Vorstand des Fliegerclubs Mühldorf, Richard Mayer, dem Schatzmeister, und einigen Piloten erwartet wurden.

Nun ging es als Erstes in die Werkstatt der Flugzeuge. Dort bewunderten wir eine auffallend rot-weiß lackierte "Pitts", einen Kunstflieger, der gerade zerlegt und ohne Motor und Propeller war. Martin Eibl und seine Kollegen führten uns nun über das Flugplatzgelände. Dort gibt es sieben Hangars. So heißen die Flugzeuggaragen, in denen Jets, Segelflieger, Motorsegler und -flugzeuge sowie Hubschrauber und Trikes der Vereinsmitglieder geparkt werden. Sogar den Segelflieger mit der weltweit größten Spannweite von 30 Metern konnten wir in einer der Hallen bestaunen.

"Darf ich einsteigen?", riefen Lucas und viele andere aus unserer Klasse, als Georg Thaler eine "Piper Cub", ein hübsches Motorflugzeug, zu unserer Überraschung aus der Halle schob. "Jetzt flieg ich nach Amerika", meinte Tobias strahlend, als er den Platz im Cockpit ergattert hatte und fühlte sich mit dem Headset auf dem Kopf fast wie ein richtiger Pilot.

-Die vierte Klasse der Grundschule Heldenstein mit Klassleiterin Barbara Angerer, Pilot Rupert Lindlmeier, Richard Mayer, Schatzmeister des Fliegerclubs sowie Fliegerclub-Vorstand Martin Eibl.

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des zirka zehn Meter hohen Turms, der englisch "Tower" genannt wird. Hier sitzt der Flugleiter oder -lotse und regelt den Flugverkehr. Wir staunten sehr, als wir erfuhren, dass pro Jahr ungefähr 10000 Flieger in Mühldorf landen. Für große Passagierflugzeuge ist die 1100 Meter lange Rollfläche allerdings zu klein.

"Hat der Mühldorfer Flugplatz auch eine Bedeutung für die Region?", wollte Pascal interessiert wissen. Richard Mayer erklärte uns dazu, dass die Tankstelle des Vereins für Polizei- und Rettungshubschrauber ein wichtiger Anlaufpunkt sei, denn weitere Tankmöglichkeiten gibt es erst wieder in München und Salzburg. Außerdem ist Mühldorf Stützpunkt der Flugrettungsstaffel.

Wenn es zum Beispiel sehr heiß ist und längere Zeit nicht geregnet hat, fliegen Piloten des Fliegerclubs über heimische Wälder, um eventuelle Waldbrände frühzeitig zu erkennen. Mühldorf ist zudem ein wichtiger Startplatz für Geschäftsflüge von Unternehmen aus der Gegend.

Nach der Brotzeit im Flughafenrestaurant "Tante Ju" standen die Piloten abschließend für all unsere noch offenen Fragen Rede und Antwort. Unbedingt wissen wollten wir jetzt, ab welchem Alter eine Pilotenausbildung begonnen werden kann. Umso überraschter waren wir, als wir hörten, dass Segelflug bereits ab 14 Jahren möglich ist.

Zu guter Letzt erwartete uns das Highlight des Tages, als Tom plötzlich rief: "Schaut da!", und wir direkt vor uns ein Motorflugzeug landen sahen.

"Wie im Flug" gingen die drei Stunden am Flugplatz Mühldorf vorbei und in vielen von uns wurde die Begeisterung fürs Fliegen geweckt.

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