Vier Prozent weniger Arbeitslose

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Pfarrkirchen - Die Agentur für Arbeit kann sich über den Oktober nur freuen. Die Arbeitslosenzahl ist wieder einmal gesunken. Dafür sorgen andere Probleme für kopfzerbrechen.

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Pfarrkirchen

Nähere Informationen:

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, liegt im Oktober um vier Prozent niedriger als im Vormonat. Insgesamt sind 5427 Personen arbeitslos, 220 weniger als im September. Gegenüber dem Oktober 2010 ist die Arbeitslosigkeit um neun Prozentgesunken (- 559 Personen). Die Arbeitslosenquote beträgt 3,0 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 3,4 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit ist erwartungsgemäß noch einmal gesunken.

Nach der Sommer- und Ferienzeit füllen sich die Auftragsbücher der Betriebe. Außerdem beginnen im Oktober viele junge Menschen ein Studium oder erhalten verspätet einen Ausbildungsplatz“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die erfreulichen Zahlen zum Arbeitsmarkt. „ Von der guten Beschäftigungslage profitieren auch Langzeitarbeitslose.

Unverändert hoch ist jedoch der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind. Deshalb müssen wir weiterhin alles daran setzen, Ältere in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Agenturchefin weiter. Der Vergleich mit den Werten des Vorjahres zeigt, dass die Zahl der Arbeitslosenlangsamer zurückgeht als 2010 und weniger Stellenzugänge zu verzeichnen sind.

Die Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Aktuell ist die konjunkturelle Lage immer noch gut. Offenbar bewirken die Schuldenkrise in der EU sowie die sinkenden Prognosen der Wirtschaftsexperten jedoch bereits Unsicherheiten, die einige Branchen bei Neueinstellungen zögern lassen. Doch auch wenn die Stellenzugänge derzeit leicht zurückgehen, ist die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin groß und kann nicht mehr ohne Weiteres befriedigt werden. In einigen Berufen und Wirtschaftszweigen stehen die benötigten Fachkräfte kaum mehr zur Verfügung. Dies zeigt sich vor allem in der Metall- und Elektrobranche, der Baubranche, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Bereich der Hotel- und Gaststättenberufe“. Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern und Personen mit formal geringerer Qualifizierung eine Chance zu geben.

„Unternehmen sind gut beraten, nicht nur auf junge und gut ausgebildete Mitarbeiter zu setzen. Diese werden in den kommenden Jahren immer weniger und können den Bedarf der Wirtschaft alleine nicht decken“, erklärt die Agenturchefin.

Die Zahlen im Detail:

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, also die Zu- und Abgänge von Arbeitslosen, verliert leicht an Dynamik. Im Oktober meldeten sich 1.649 Personen arbeitslos, das sind 150 oder acht Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.864 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 378 Personen oder 17 Prozent weniger als imOktober 2010. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit 1.533 etwas niedriger als im Vormonat (1.568).

Gegenüber dem Oktober 2010 ist ein Rückgang um 157 Personen oder neun Prozent zu verzeichnen. Etwa drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.140) sind bei den Jobcentern gemeldet. Verglichen mit Oktober 2010 ist die Anzahl dieser Personengruppe um 94 oder acht Prozent gesunken. Bei der Agentur für Arbeit sind 393 Personen länger als ein Jahr arbeitslos. Dies sind 63 (14 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, liegt - gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen - bei 35 Prozent.

Aktuell sind 1.899 ältere Arbeitnehmerarbeitslos. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Vormonats (1.906 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr gelang ein Abbau der Arbeitslosigkeit Älterer um sechs Prozent (121 Personen). Dieser Rückgang ist nennenswert, liegt jedoch noch hinter dem Gesamtabbau der Arbeitslosigkeit zurück. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind aktuell 42 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre und älter.

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Oktober gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Mit 603 unter 25-Jährigen sind aktuellum 140 (19 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im September. Dieser Rückgang ist für die Jahreszeit üblich und auf die Abmeldung vieler junger Arbeitsloserzurückzuführen, die ein Studium oder verspätet eine Ausbildung beginnen. Gegenüber dem Oktober 2010 ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 28 Personen oder vier Prozent zurückgegangen.

Diese günstige Entwicklung ist ausschließlich dem Landkreis Rottal-Inn mit seiner handwerklichen Struktur zuzuschreiben. Die industriell geprägten Kreise Altötting und Mühldorf verbuchen hingegen Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr, da im Bereich der Leiharbeit auf Grund der konjunkturellen Abschwächung weniger jüngere Arbeitslose eingestellt werden. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt elf Prozent.

Der Stellenbestand im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist mit 1.516 geringfügig gesunken. Im Vormonat waren noch 1.559 freie Stellen gemeldet, also um 43 oder drei Prozent mehr. Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Agentur für Arbeit einen Anstieg um 256 Stellen.

Damit sind aktuell 20 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im Oktober letzten Jahres. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden insgesamt 673 freie Stellen angezeigt, dies sind um 72 Stellen oder zehn Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2010 wurden um 84 Stellen (elf Prozent) weniger gemeldet. Der rückläufige Stellenzugang lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt abschwächt.

Der Stellenbestand verfestigt sich auf hohem Niveau, Fachkräfte sind weiterhinnachgefragt. Zusätzlich zu den 5.427 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.909 Personen. In der Unter-beschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten,weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten.

Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung umfasst insgesamt 8.336 Personen.

Regionale Daten: Hauptagentur Pfarrkirchen mit Jobcenter Rottal-Inn

Im Landkreis Rottal-Inn ist die Arbeitslosigkeit im Oktober weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat sind 103 Personen oder sechs Prozent weniger gemeldet. Gegenüber dem Oktober 2010 sind um 230 oder zwölf Prozent weniger Arbeitslose registriert. 723 arbeitslose Menschen sind Kunden der Agentur für Arbeit, 928 sind in der Betreuung des Jobcenter Rottal-Inn. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat noch einmal um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent gefallen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Oktober noch 3,0 Prozent. Verglichen mit den Landkreisen Altötting und Mühldorf (Quote jeweils 3,2 Prozent) weist Rottal-Inn aktuell die günstigste Arbeitsmarktlage auf. Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ist im Landkreis Rottal-Inn - in Relation zu den Geschäftsstellen - am größten.

Im Oktober meldeten sich 528 Menschen arbeitslos,dies sind 26 oder fünf Prozent weniger als im Vormonat und um 39 oder sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 617 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies entspricht 137 Personen oder 18 Prozent weniger als im Vormonat und 62 Personen oder neun Prozent weniger als im Oktober 2010. 429 Frauen und Männer sind im Oktober ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Mehr als drei Viertel aller Langzeitarbeitslosen (333Personen) sind beim Jobcenter gemeldet.

Im Vergleich zum September ist dieser Personenkreis um 10 Personen (zwei Prozent) gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr sind es um 56 Personen oder zwölf Prozent weniger. Der positive Gesamttrend beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit hat sich damit auch im Oktober fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist im Oktober um 5 Personen(ein Prozent) auf 591 gestiegen. Gegenüber Oktober 2010 ist ein Rückgang von 48 Personen (acht Prozent) zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen im Landkreis Rottal-Inn beträgt 36 Prozent. Im Kundenkreis der Arbeitsagentur stellen die Älteren mit 43 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 30 Prozent.

Der Anteil der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren beträgt, gemessen an allen Arbeitslosen, im Landkreis Rottal-Inn 13 Prozent. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat nochmals um 52 (20 Prozent) auf 207 gesunken. Diese Entwicklung ist für die Jahreszeit üblich und auf die Abmeldung vieler junger Arbeitsloser zurückzuführen, die ein Studium oder verspätet eine Ausbildung beginnen Auffällig ist jedoch, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Oktober 2010 um 68 Personen (25 Prozent) zurückgegangenen ist. Dies ist im Vergleich zu den Landkreisen Altötting und Mühldorf eine besonders positive Entwicklung, welche mit der handwerklich geprägten Struktur des Rottals begründet werden kann. Der Bestand an offenen Stellen ist im Vergleich zum Vormonat gesunken.

Mit 557 gemeldeten Stellen sind es um 46 Stellen (acht Prozent) weniger als im September. Jedoch ist der Stellenbestand weiterhin um 26 Prozent (115 Stellen) höher als im Oktober 2010.Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikatorfür die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden insgesamt 224 Stellen gemeldet, dies sind um 21 Prozent (60 Stellen) weniger als im Vormonat.

Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 81 Stellen oder 27 Prozent festzustellen. Der rückläufige Stellenzugang lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt abschwächt. Der Stellenbestand verfestigt sich auf hohem Niveau, Fachkräfte sind weiterhin nachgefragt. Die Stellenzugänge resultieren hauptsächlich aus Meldungen des verarbeitenden Gewerbes, dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen. Eine Reihe von Stellen kann nicht unmittelbar besetzt werden, weil es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.

Regionale Daten: Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting

Im Landkreis Altötting beträgt die Zahl der Arbeitslosen im Oktober 1.880 Personen, dies sind drei Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stagniert damit bei 3,2 Prozent. Gegenüber dem Oktober 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 98 (fünf Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 3,4 Prozent. „Im Landkreis Altötting blieb die erwartete Herbstbelegung bisher aus. Offenbar sind viele Unternehmen wegen der Schuldenkrise in der EU und den damit verbundenen Unsicherheiten derzeit bei Neueinstellungen vorsichtig. Erste Arbeitslosmeldungen von Leiharbeitnehmern, die aus diesen Gründen von ihren Einsatzbetrieben zurückgegeben werden, sind ein Indikator für den Trend zur Zurückhaltung“, erläutert Agenturchefin Jutta Müller.

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt in Altötting stellt sich wie folgt dar: Im Oktober meldeten sich 577 Personen arbeitslos. Das sind sieben Personen oder ein Prozent weniger als im September und 35 Personen (sechs Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten 581 Personen ihre Arbeitslosigkeitbeenden, 95 (14 Prozent) weniger als im Vormonat und 229 (28 Prozent) weniger als im Oktober letzten Jahres. 955 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 925 werden vom Jobcenter Altötting betreut. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt im Oktober mit 498 Personen in etwa auf dem Niveau des Vormonats und auch des Vorjahres.

Dies trifft sowohl auf den Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur als auch auf das Jobcenter Altötting zu. Die Anzahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist im Oktober leicht um elf Personen (zwei Prozent) auf 661 Personen gestiegen. Gegenüber dem Oktober2010 ist ein Rückgang um 33 Personen oder fünf Prozent zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt in Altötting 35 Prozent. Im Kundenkreis der Arbeitsagentur stellen die Älteren mit 41 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 29 Prozent. Die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 25 Jahren ist erwartungsgemäß noch einmal gesunken, was auf den Studienbeginn im Oktober sowie auf verspätete Ausbildungseintritte zurückzuführen ist. Ihre Zahl ging um 39 (16 Prozent) auf nun 204 zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind jedoch 22 jüngere Arbeitslose (zwölfProzent) mehr gemeldet. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Leiharbeitsfirmen im Landkreis auf Grund der konjunkturellen Abschwächung weniger junge Menschen einstellen als noch vor einem Jahr.

Der Anteil der Jüngeren, gemessen an allen Arbeitslosen, beträgt im Landkreis Altötting elf Prozent. Der Stellenbestand im Landkreis Altötting ist mit 445 gemeldeten Arbeitsstellen gegenüber dem Vormonat um 29 Stellen (sieben Prozent) leicht gestiegen. Im Vergleich zum Oktober 2010 sind es um 109 Stellen oder 32 Prozent mehr. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikatorfür die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden 217 Stellen gemeldet. Dies sind um zehn Stellen oder fünf Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es um sechs Stellen (drei Prozent) mehr.

Der stagnierende Stellenzugang lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt langsam abschwächt. Der Stellenbestand verfestigt sich auf hohem Niveau, Fachkräfte sind weiterhin nachgefragt. Die Stellenangebote werden überwiegend vom verarbeitenden Gewerbe und vonden Verleihbetrieben ausgeschrieben. Aber auch der Baubereich, der Gesundheits- und Pflegebereich sowie die Dienstleistungsbranche melden freie Stellen. Eine Reihe von Arbeitsplätzen kann nicht unmittelbar besetzt werden, da es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.

Regionale Daten: Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im Oktober gesunken. Mit 1.896 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat 120 Personen (sechs Prozent) weniger registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um 231 Personen (elf Prozent) zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,2 Prozent im Oktober deutlich unter den Quoten des Vormonats (3,5 Prozent) sowie des Vorjahres (3,7 Prozent) Bewegung auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Mühldorf: Im Oktober meldeten sich 544 Personen arbeitslos, dies sind 76 Personen oder zwölf Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2010 beträgt der Rückgang ebenfalls 76 Personen (zwölf Prozent).

Gleichzeitig konnten 666 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 95 Personen oder 13 Prozent weniger als im Vormonat und 87 oder zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. 718 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.178 Arbeitslose werden vom Jobcenter Mühldorf betreut. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt im Oktober mit 606 Personen niedriger als im Vormonat (636 Personen). Gegenüber Oktober 2010 ist ein Rückgang um 107 Personen oder 15 Prozent zu verzeichnen. Der überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen wird vom Jobcenter Mühldorf (SGB II) betreut, wo 499 Personen länger als ein Jahr arbeitslos sind. Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, beträgt - gemessen an allen Arbeitslosen im Landkreis Mühldorf - aktuell 34 Prozent.

Dieser Personenkreis ist im Vergleich zum September 2011 um 23 Personen (drei Prozent) auf 647 gesunken. Gegenüber dem Oktober 2010 ist ein Rückgang um 40 Personen oder sechs Prozent zu verzeichnen. Im Kundenkreis der Arbeitsagenturstellen die Älteren mit 42 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 30 Prozent. Die Jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stellen zehn Prozent der Gesamtzahl aller Arbeitslosen dar. Mit 192 Personen sind erwartungsgemäß weniger junge Menschen arbeitslos gemeldet als im September (49 Personen oder 20 Prozent weniger). Dies ist auf den Studienbeginn im Oktober sowie auf verspätete Ausbildungseintritte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr sind in der Gruppe der jüngeren Arbeitslosen jedoch 18 Personen (10 Prozent) mehr gemeldet.

Diese Entwicklung ist damit zu begründen, dass die Leiharbeitsfirmen im Landkreis auf Grund der konjunkturellen Abschwächung weniger junge Menschen einstellen als noch vor einem Jahr. Der Stellenbestand im Landkreis Mühldorf ist im Vergleich zum September 2011 um 26 Stellen oder fünf Prozent auf nun 514 gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr ist ein Stellenzuwachs von 32 (sieben Prozent) zu verzeichnen. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeits-stellen abgelesen werden.

Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikatorfür die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 232 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind im Vergleich zum Vormonat um 22 Stellen oder neun Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich sind die Meldungen um neun Stellen bzw. vier Prozent gesunken. Der rückläufige Stellenzugang lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt abschwächt. Der Stellenbestand verfestigt sich auf hohem Niveau.Der Fachkräftebedarf im Landkreis Mühldorf ist weiterhin hoch. Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, aber auch im Handel, im Gesundheits- undPflegebereich sowie im Baugewerbe besteht eine große Nachfrage.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

Rubriklistenbild: © dpa

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