So viel Spaß im Wahlkampf

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Mühldorf - Das war echter Wohlfühlwahlkampf: Familienministerin Ursula von der Leyen besuchte das Haus der Begegnung in Mühldorf und traf auf äußerst entspannte Gastgeber. ++Video++

Mehrgenerationenhäuser - seit zwei Jahren gibt es sie, 500 deutschlandweit, eines davon im Mühldorfer Haus der Begegnung. Das Familienministerium fördert sie fünf Jahre lang mit 100 Millionen Euro, 200.000 Euro fließen in die Kreisstadt. Das Ergebnis wollte CSU-Familienministerin von der Leyen gestern kennenlernen, zum Beispiel "Annamirl, Zuckerschnürl". Doch bis es so weit war, tanzte die Ministerin, flankiert von Abgeordneten, Landrat, Staatssekretär, sang und fand lobende Worte für das Mehrgenerationenhäuserprogramm.

"Eins, zwei, Polizei": Vroni und Ministerin von der Leyen hatten sichtlich Freude am Kreisspiel, bei dem auch Bundestagskandidat Stephan Mayer mitmachen durfte.

Das geht davon aus, dass "sich viel verändert hat, an dem, was wir als Bild von Familie in uns tragen", sagte von der Leyen. Das Zusammenleben von Großeltern und Enkeln und Tanten gebe es lang schon nicht mehr. Die Generationen wieder zueinanderzuführen, sei die Aufgabe: "Kinder brauchen andere Kinder, Alte und Junge Räume, wo sie zusammenleben können." Noch nie habe es so viele alte Menschen gegeben, noch nie seien sie so fit gewesen. "Die meisten wollen mehr Spuren hinterlassen als die Kuhle auf dem Sofa." Die moderne Lösung sei das Mehrgenerationenhaus, das Kindern ein soziales Umfeld und älteren Menschen Aufgaben schenke.

Von der Leyen lobte die Angebote in Mühldorf, die nicht erst mit der Aufnahme in das Programm entstanden seien. "Wir hatten ein Modell, eine Vision und haben uns die konkrete Arbeit vor Ort angeschaut." Das Ergebnis: Das Mühldorfer Haus war eines unter 1700 Bewerbern und schaffte den Sprung ins Programm.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die das Haus trägt, will nicht stehen bleiben. Hausleiterin Marianne Zollner stellte eine Kinderbetreuungsbörse vor, die Ende September ihre Arbeit aufnimmt. Vom Babysitter über die Familienhilfe im Krankheitsfall, Tagespflege für Kinder bis zur Ferienbetreuung sollen Angebote vermittelt werden, die Kindern helfen. Die Ministerin zeigte sich fachkundig, wies auf Fördermöglichkeiten für die Qualifizierung von Kinderbetreuern hin und wertete das Angebot im Haus der Begegnung als "deutliches Signal, dass jJedermann willkommen sei".

Eine Stunde nahm sich von der Leyen Zeit, besichtigte die Räume, herzte Babys, sprach mit Babysittern, ließ sich mit den Müttern fotografieren und sang. Auf Bayerisch, was der Niedersachsin leicht über die Lippen zu gehen schien. Damit wurde sie Teil des Kulturprogamms "Annamirl Zuckerschnürl", das Kinder bayerisches Liedgut näher bringen soll.

Anette Mrugala/hon/Mühldorfer Anzeiger 

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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